Branchentreffen mit neuen Bundestagsabgeordneten

Gemeinsam für die Zukunft

19. November 2021 | Bericht

Mitte November hat der VCI neu gewählte Bundestagsabgeordnete zu einem lockeren Kennenlernen eingeladen.

Henrik Follmann (l.), geschäftsführender Gesellschafter von Follmann Chemie, und Markus Steilemann (r.), Vorstandsvorsitzender von Covestro, im Gespräch mit Moderatorin Maria Grunwald. © VCI
Henrik Follmann (l.), geschäftsführender Gesellschafter von Follmann Chemie, und Markus Steilemann (r.), Vorstandsvorsitzender von Covestro, im Gespräch mit Moderatorin Maria Grunwald. © VCI

Der neu gewählte Bundestag wird in den nächsten Jahren extrem wichtige Zukunftsentscheidungen treffen müssen – auch für die Chemie- und Pharmabranche. Ganz oben auf der Agenda steht dabei die Transformation hin zur Treibhausgasneutralität. Um dem Thema die nötige Schlagkraft zu verleihen, brauchen sich Politik und Wirtschaft gegenseitig.

Mitte November hatte der VCI neu gewählte Bundestagsabgeordnete zum gegenseitigen Kennenlernen eingeladen. Bei dem Gespräch erläuterten VCI-Vizepräsident Markus Steilemann und Henrik Follmann, VCI-Präsidiumsmitglied und Vorsitzender des Ausschusses Selbständiger Unternehmer, wie die Branche den Weg in eine nachhaltige Zukunft gehen möchte. Unter dem Motto „Mit Chemie in die Zukunft“ gaben Sie einen Diskussionsanstoß, wie der Prozess aus VCI-Sicht schneller und besser gelingen kann.

Besonders der Mittelstand leidet aktuell

Henrik Follmann warb eindringlich für gute Standortbedingungen, damit die Transformation gelingen kann. Als wichtigstes Feld nannte er die Energiepolitik: „Wir brauchen verlässlich verfügbaren grünen Strom zu niedrigen Preisen.“ Follmann betonte, dass besonders der industrielle Mittelstand aktuell Bauchschmerzen bei größeren Investitionsentscheidungen hat: „Überbordende Bürokratie und viel zu lange Genehmigungsverfahren sind ein Problem für Investitionen am Standort Deutschland. Da müssen wir deutlich besser werden, wenn die Politik auch zukünftig noch einen starken Mittelstand in Deutschland haben will.“

Transformation geht nur mit Chemie

Markus Steilemann wies darauf hin, dass die Chemie- und Pharmaindustrie die „Mutter aller anderen Industrien“ sei, da sie am Beginn fast aller industrieller Wertschöpfungsketten stehe: „Ohne eine wettbewerbsfähige Chemie- und Pharmaindustrie wird es deshalb künftig gar keinen Industriestandort Deutschland mehr geben.“ Er erläuterte, dass die Branche viel tue, um das große Ziel Treibhausgasneutralität zu erreichen. Dazu zähle die Umstellung der Rohstoffbasis ebenso wie das das Ziel einer Kreislaufwirtschaft.

VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup betonte, dass die Chemie- und Pharmaindustrie sehr gut auf die großen Herausforderungen, zum Beispiel Treibhausgasneutralität, Digitalisierung, Green Deal, Chemikaliengesetzgebung sowie Kreislaufwirtschaft, vorbereitet ist. Das sei aber nur die eine Seite der Medaille, denn ohne die richtigen Rahmenbedingungen bringe die beste Vorbereitung nichts.

Zur Einstimmung und Auflockerung präsentierten die Wissenschaftskabarettisten „Science Busters“ Überraschendes aus der Welt der Naturwissenschaften.
Zur Einstimmung und Auflockerung präsentierten die Wissenschaftskabarettisten „Science Busters“ Überraschendes aus der Welt der Naturwissenschaften. © VCI

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 Jürgen Udwari

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Jürgen Udwari

EU-Industriepolitik, Bürokratieabbau, Handelspolitik