Wirtschaft und Menschenrechte

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Mit den „Leitprinzipien Wirtschaft und Menschenrechte“ der Vereinten Nationen (UN) von 2011 ist die menschenrechtliche Lage in vielen Ländern in den Fokus gerückt und damit auch die Sorgfaltspflicht von Unternehmen. Für sie wird dies relevant, wenn sie in solchen Ländern Standorte haben oder von dort Rohstoffe oder Zwischenprodukte beziehen. Für die global tätigen Unternehmen der chemisch-pharmazeutischen Industrie ist die Achtung von Menschenrechten schon lange ein wichtiges Thema.

Mit dem Nationalen Aktionsplan Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) formuliert die Bundesregierung fünf Kernelemente der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht. Von Unternehmen wird erwartet, diese Elemente in ihre Prozesse zu integrieren. Ein Monitoring von 2018-2020 hat jedoch ergeben, dass weniger als 20 Prozent der befragten Unternehmen dem ausreichend gerecht werden. Zielmarke war 50 Prozent. Noch in der 19. Legislaturperiode will die Bundesregierung deshalb ein nationales Lieferkettengesetz verabschieden. Auch auf EU-Ebene werden gesetzliche Regelungen diskutiert. Positionen und weiterführende Informationen zum Thema finden Sie in der Dokumentenliste sowie unter VCI-kompakt .