Klimakonferenz COP26

Unbequeme Maßnahmen verschoben

14. November 2021 | Pressemitteilung

Downloads

Der VCI sieht im COP26-Abschlussbericht nicht den entscheidenden Wendepunkt für die Klimapolitik.

Pavillon der EU auf der COP26 in Glasgow. © Europäische Union, 2021
Pavillon der EU auf der COP26 in Glasgow. © Europäische Union, 2021

Für VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup können die positiven Initiativen von Glasgow nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Nationen eine schnelle CO2-Minderung weiter ablehnen.

Große Entrup sagte: „Viele Länder verschieben unbequeme Maßnahmen weiter in die Zukunft, während Europa den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft bereits massiv vorantreibt. Um auch international voranzukommen, sollte die EU zwei Dinge tun: Die eigenen Ambitionen mit einer Klimadiplomatie flankieren und einen Klimaclub der Willigen mit belastbaren Minderungszusagen auf G20-Ebene gründen. Und sie muss sicherstellen, dass die heimische Industrie während der Transformation nicht unter die Räder kommt.“

Einen wichtigen Ansatzpunkt sieht der VCI-Hauptgeschäftsführer in einem globalen Emissionshandel gemeinsam mit Partnern außerhalb der EU. Die Spielregeln dafür seien in Glasgow zwar besser definiert worden, konkret wurde man aber nicht. Wolfgang Große Entrup: „Ein weltweiter Standard für die Bepreisung von CO2 würde dem Klimaschutz massiv helfen. Zudem hätten Standorte in Europa dadurch weniger Wettbewerbsnachteile.“ Für eine klimaneutrale Produktion müsse die deutsche Chemie in den kommenden Jahrzehnten gewaltige Investitionen auf den Weg bringen. Das sei nur möglich, wenn die Produktion in der EU auch wirtschaftlich nachhaltig sei, so Große Entrup.

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von über 1.700 deutschen Chemie- und Pharmaunternehmen sowie deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. 2020 setzte die Branche knapp 190 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 464.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

VCI-Pressestelle, Telefon: 069 2556-1496, E-Mail: presse@vci.de
Der VCI auf Twitter und Der VCI auf LinkedIn

Kontakt

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

 Sebastian Kreth

Kontaktperson

Sebastian Kreth

Rohstoffe, Energie, Chemistry4Climate, Klimaschutz