Externe Gefahren (z. B. Erdbeben)

© © Robert Fesus - Thinkstock

Zu den allgemeinen Betreiberpflichten der Störfallverordnung gehört auch die Berücksichtigung von umgebungsbedingten Gefahrenquellen, wie z. B. Erdbeben, es sei denn, dass diese Gefahrenquellen als Störfallursache vernünftigerweise ausgeschlossen werden können. Somit wird auch bei den umgebungsbedingten Gefahrenquellen das Ziel der Störfallverordnung von Anlagen mit erhöhtem Gefahrenpotenzial ausgehende Störungen zu verhindern oder ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu begrenzen, verfolgt.

In Deutschland wurde für den erdbebengerechten Entwurf von Gebäuden ab 2013 die DIN 4149 durch die DIN EN 1998-1 ersetzt und durch weitere Teile der DIN EN 1998 (Eurocode 8) ergänzt. DIN EN 1998-1 gilt dabei für den erdbebengerechten Entwurf sowie die entsprechende Bemessung und Konstruktion von Bauwerken des Hoch- und Ingeniersbaus. Sonderbauwerke, zu denen auch Anlagen der chemsichen Industrie mit erhöhtem Gefahrenpotential gehören können, fallen nicht in den Anwendungsbereich dieser Norm. Daher soll die vorliegende Neuauflage des VCI-Leitfadens Betreibern und Planern Handlungsweiungen für Entwurf, Bemessung und Konstruktion von Anlagen der chemischen Industrie oder verwandeten Industrien nach dem Stand der Technik an die Hand geben. Auch soll mit Hilfe des Leitfadens Rechtssicherheit im Genehmigungsverfahren erlangt werden.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Thilo Höchst

E-Mail: hoechst@vci.de


„Der Lastfall Erdbeben im Anlagenbau“

Stand: Oktober 2012
Der Leitfaden soll Betreibern und Planern Handlungsanweisungen für Entwurf, Bemessung und Konstruktion von Anlagen der chemischen oder verwandten Industrie nach dem Stand der Technik an die Hand geben. Die Erläuterungen zum Leitfaden enthalten Anmerkungen und Erklärungen zu theoretischen Hintergründen zum Leitfaden.

Zum Leitfaden/Erläuterungen in VCI-Online