EU-Taxonomie

Erdgas als Brückentechnologie notwendig

02. Januar 2022 | Pressemitteilung

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Der VCI ruft angesichts der Debatte zur europäischen Taxonomie zu einer ideologiefreien Betrachtung der Energiewende auf.

Der VCI betont, dass Erdgas für die Grundversorgung des Industrielands Deutschland eine notwendige Brückentechnologie ist, um den Ausstieg aus Kohle und Kernenergie klug zu gestalten. © SerPak - stock.adobe.com
Der VCI betont, dass Erdgas für die Grundversorgung des Industrielands Deutschland eine notwendige Brückentechnologie ist, um den Ausstieg aus Kohle und Kernenergie klug zu gestalten. © SerPak - stock.adobe.com

Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Wolfgang Große Entrup, begrüßt ausdrücklich das Ziel der neuen Bundesregierung, erneuerbare Energien deutlich schneller auszubauen. Die Frage der Atomkraft sei zudem in Deutschland längst beantwortet. Ein Ausstieg aus aller grundlastfähigen Stromerzeugung sei aber nicht möglich, da der Erneuerbaren-Ausbau dafür trotz politischen Willens zunächst nicht ausreichen werde.

Große Entrup sagte: „Erdgas ist für die Grundversorgung des Industrielands Deutschland eine zwingend notwendige Brückentechnologie. Der Ausstieg aus Kohle und Kernenergie macht bei schleppendem Erneuerbaren-Ausbau den Einstieg in neue Gaskraftwerke notwendig. Sonst gehen in der Industrie die Lichter aus. Für die Transformation der Industrie und der Energieversorgung müssen wir mehr tun als auf Ausschaltknöpfe drücken, sondern einen komplexen Prozess klug gestalten.“

Die Europäische Kommission habe daher Erdgas als sichere Stromversorgung zurecht in ihrem Taxonomie-Vorschlag berücksichtigt, so Große Entrup. Er wies darauf hin, dass die Kommission dabei sehr strenge Vorgaben für den Neubau von Gaskraftwerken gesetzt habe. Diese könnten ohnehin nur von den effizientesten Anlagen erfüllt werden, was im Sinne der Energiewende und des Klimaschutzes sei, so der VCI-Hauptgeschäftsführer.

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von über 1.700 deutschen Chemie- und Pharmaunternehmen sowie deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. 2020 setzte die Branche knapp 190 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 464.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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