Klimaschutzsofortprogramm

Bremsklötze beim Klimaschutz entfernen

11. Januar 2022 | Pressemitteilung

Downloads

Der VCI begrüßt das Klimaschutzsofortprogramm der Bundesregierung.

Damit Unternehmen in großem Stil Geld für Klimaschutz-Investitionen in die Hand nehmen, müssten sie sich darauf verlassen können, dass künftig genug günstiger Grünstrom zur Verfügung stehe, so VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup. © PantherMedia / Thomas Lachemund
Damit Unternehmen in großem Stil Geld für Klimaschutz-Investitionen in die Hand nehmen, müssten sie sich darauf verlassen können, dass künftig genug günstiger Grünstrom zur Verfügung stehe, so VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup. © PantherMedia / Thomas Lachemund

Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI): „Es ist gut, dass die Bundesregierung mit dem Sofortprogramm jetzt die gewaltigen Bremsklötze beim Klimaschutz entfernen will. Wir brauchen schnell Höchstgeschwindigkeit, sowohl beim Ausbau der Erneuerbaren als auch bei den Investitionsbedingungen für die Industrie.“ Damit Unternehmen in großem Stil Geld für Klimaschutz-Investitionen in die Hand nehmen, müssten sie sich darauf verlassen können, dass künftig genug günstiger Grünstrom zur Verfügung stehe, so Große Entrup.

Differenzverträge unabdingbar

Entscheidend für Investitionen der deutschen Chemiebranche sei, dass neue klimafreundlichere Anlagen auch wettbewerbsfähig sind, so Große Entrup weiter. Denn diese seien deutlich teurer als die Bestandsanlagen, die heute weltweit eingesetzt werden. Dieser Kostenunterschied müsse durch CO2-Differenzverträge aufgefangen werden. Große Entrup: „Differenzverträge sind der essenzielle Katalysator, um die Transformation unserer Branche in Gang zu setzen. Ohne entsprechende Unterstützung wird es in den energieintensiven Industrien keine Investitionen in transformative Technologien geben.“ Der Hauptgeschäftsführer begrüßt daher, dass das Habeck-Ministerium die Ausgestaltung dieses Instrumentes bereits im ersten Maßnahmenpaket zu Ostern vorlegen will.

Kurzfristige Zukunft mit Industriestrompreis sichern

Im Klimaschutzsofortprogramm sieht VCI-Hauptgeschäftsführer Große Entrup ein Thema zu wenig adressiert: wettbewerbsfähige Strompreise. Die rasante Steigerung der Börsenstrompreise im letzten halben Jahr bedroht nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Produktion in Deutschland und Europa. „Hohe Strompreise sind Gift für alle Anstrengungen zu mehr Klimaschutz. Denn in vielen Fällen basieren entsprechende Technologien auf Strom“, so Große Entrup. Er forderte die Bundesregierung auf, einen Industriestrompreis einzuführen, um die Kostenlawine beim Strompreis aufzuhalten und den Umbau der Branche zur Klimaneutralität voranzutreiben.

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von über 1.700 deutschen Chemie- und Pharmaunternehmen sowie deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. 2020 setzte die Branche knapp 190 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 464.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

VCI-Pressestelle, Telefon: 069 2556-1496, E-Mail: presse@vci.de
Der VCI auf Twitter und Der VCI auf LinkedIn

Kontakt

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

 Jürgen Udwari

Kontaktperson

Jürgen Udwari

Klimaschutz, Energie, Rohstoffe, Chemistry4Climate, Bürokratieabbau