BMWK: „Round Table Gesundheitswirtschaft“

Dialog als Therapie

23. November 2022 | Pressemitteilung

Der VCI begrüßt den heute gestarteten „Round Table Gesundheitswirtschaft“ des BMWK.

Die industrielle Gesundheitsindustrie in Deutschland braucht wirtschaftlich gute Rahmenbedingungen. © RGtimeline/stock.adobe.com
Die industrielle Gesundheitsindustrie in Deutschland braucht wirtschaftlich gute Rahmenbedingungen. © RGtimeline/stock.adobe.com

Der „Round Table Gesundheitswirtschaft“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) stellt den Dialog über die Zukunft des Standorts für Biotech-, Diagnostika-, Medtech- und Pharmaproduktion in Deutschland auf eine breite Expertenbasis. Ziel ist, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken und die Standortbedingungen für die industrielle Gesundheitswirtschaft zu verbessern.

VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup kommentiert: „Der Einstieg des Bundeswirtschaftsministeriums kommt zur richtigen Zeit. Bisher gab primär das Bundesgesundheitsministerium die Richtung vor – und die hieß sparen. Das wird der Bedeutung der industriellen Gesundheitswirtschaft bei Weitem nicht gerecht.“

Der Chemieverband kritisiert, dass das Bundesgesundheitsministerium die Branche und besonders die Pharmaindustrie bislang vor allem als Melkkuh betrachtet habe, um die maroden Finanzen der Krankenkassen zu sanieren. Darüber hinaus mache auch die Umsetzung der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) und der EU-Verordnung für In-vitro-Diagnostika (IVDR) mit ihren bürokratischen Hürden der klein- und mittelständisch geprägten MedTech-Branche zu schaffen. Vor allem Innovationen und Nischenprodukte für seltene Erkrankungen seien gefährdet.

Auf Basis des Dialogs sollte sich nach Ansicht des VCI auch im Gesundheitsministerium zwingend die Auffassung durchsetzen, dass die industrielle Gesundheitsindustrie wirtschaftlich gute Rahmenbedingungen in Deutschland braucht. Sie stehe aufgrund der schwierigen Wettbewerbsbedingungen mehr denn je unter Druck und müsse im international hart umkämpften Markt bestehen. „Innovationen sind der Wohlstand und die Gesundheit von morgen. Wir müssen Fortschritt fördern, nicht verhindern, denn wo geforscht wird, wird in der Regel auch produziert“, betont Große Entrup. „Neben seiner Innovationskraft für medizinischen Fortschritt birgt die industrielle Gesundheitswirtschaft auch bedeutendes Potenzial für Beschäftigung und Wohlstand. Dies haben auch die Koalitionäre erkannt. Jetzt heißt es handeln. Schließlich ist Gesundheitspolitik immer auch Standortpolitik.“

Hintergrund

Mit dem „Round Table Gesundheitswirtschaft“ wollen die Verbände der industriellen Gesundheitswirtschaft und das BMWK einen Dialogprozess etablieren. Teilnehmende Verbände sind: Bundesverband der Arzneimittelhersteller (BAH), Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Bio Deutschland, Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI), Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg), Bundesverband Medizintechnologie (BVMed), Pro Generika, Spectaris, Verband der Chemischen Industrie (VCI), Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH), Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa), Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) sowie das BMWK. Bis Ende 2023 sind fünf Arbeitstreffen mit verschiedenen Themenschwerpunkten geplant.

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) vertritt die Interessen von rund 1.900 Unternehmen aus der chemisch-pharmazeutischen Industrie und chemienaher Wirtschaftszweige gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. 2022 setzten die Mitgliedsunternehmen des VCI 266,5 Milliarden Euro um und beschäftigten über 530.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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Monika von Zedlitz

Pressesprecherin: Innovation, Bildung, Infrastruktur, Anlagensicherheit/-genehmigung, Responsible Care