Zehn-Punkte-Papier von „Chemistry4Climate“

Aktive Unterstützung für mehr Klima­schutz nötig

13. Dezember 2021 | Pressemitteilung

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Die Klimaschutzplattform der chemisch-pharmazeutischen Industrie zieht eine positive Zwischenbilanz.

Die Industrie benötigt die aktive Unterstützung der neuen Bundesregierung, um den Weg zur Klimaneutralität zu gehen. © engel.ac - stock.adobe.com
Die Industrie benötigt die aktive Unterstützung der neuen Bundesregierung, um den Weg zur Klimaneutralität zu gehen. © engel.ac - stock.adobe.com

Die Arbeitsweise der Plattform, bei der 70 Stakeholder ihre Expertise einbringen, sei einzigartig und richtungsweisend, so eine High Level Group (HLG), die auch ein Impulspapier mit zehn Aufgabenfeldern für die kommende Bundesregierung annahm.

Melanie Maas-Brunner, Vorstandsmitglied von BASF SE und Mitglied der HLG, sagte: „Die deutsche Chemie ist auf dem Weg zur Klimaneutralität. Das ist eine gewaltige Herausforderung, die wir mit Innovationen und neuen Technologien anpacken. Doch wir können den Weg als Industrie nicht allein gehen: Wir brauchen schnellstmöglich aktive Unterstützung der neuen Bundesregierung.“ Nötig seien mehr Schwung beim Ausbau der Erneuerbaren und der Netze, wettbewerbsfähige Stromkosten und Unterstützung für Investitionen in die Transformation, so Maas-Brunner.

Insgesamt enthält das Impulspapier zehn Handlungsfelder, darunter den Aufbau von Infrastruktur für die stärkere Nutzung von treibhausgasneutralem Wasserstoff, eine Anpassung des Abgabe- und Umlagesystems auf Strom, einen weiterentwickelten Schutz vor kostenbedingter Verlagerung der Produktion (Carbon-Leakage) und mehr Förderprogramme im Bereich zirkuläre Wirtschaft.

Silvie Kreibiehl, Vorstandsvorsitzende von Germanwatch und ebenfalls HLG-Mitglied kommentierte: „Wir begrüßen, dass die Akteure der Plattform den von Deutschland eingeschlagenen Weg zur Klimaneutralität für alle Sektoren bis 2045 unterstützen. Die Industrie braucht von der neuen Bundesregierung nun eine mutige Umgestaltung des politischen Rahmens. Das angekündigte Klimaschutzsofortprogramm sollte beispielsweise ein Maßnahmenpaket für den Übergang der Industrie in die fossilfreie Kreislaufwirtschaft enthalten."

Der Geschäftsführungsvorsitzende von Amprion, Hans-Jürgen Brick, sagte: „Als Übertragungsnetzbetreiber haben wir eine besondere Verantwortung für den Standort Deutschland. Indem wir unser Netz ausbauen, bereiten wir für unsere Kunden aus der Chemie-, Stahl- und Aluminiumindustrie den Weg zu einer klimaneutralen Produktion. Aber es gibt noch viel zu tun. Chemistry4Climate zeigt den dringenden Handlungsbedarf für die neue Bundesregierung auf“.

VDI-Präsident und HLG-Mitglied Volker Kefer pflichtet bei: „Innerhalb der Plattform identifizieren VCI und VDI verschiedenste Bereiche, in denen der Handlungsdruck mehr und mehr steigt. Damit nun aber die technischen Lösungen für mehr Klimaschutz in der chemisch-pharmazeutischen Industrie zum Tragen kommen, brauchen wir dringend die richtigen politischen Rahmenbedingungen.“

Bei der Initiative Chemistry4Climate engagieren sich insgesamt über 70 Partner aus der Industrie, Nicht-Regierungsorganisationen und der Politik, um notwendige Voraussetzungen für eine treibhausgasneutrale chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland zu erarbeiten. Ins Leben gerufen wurde die Plattform von den Verbänden VCI und VDI, die beteiligten Unternehmen kommen aus den Branchen Chemie, Energie, Entsorgung, Anlagenbau, Gebäude und Verkehr sowie weiteren energieintensiven Branchen.

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 Sebastian Kreth

Kontaktperson

Sebastian Kreth

Klimaschutz, Energie, Rohstoffe, Chemistry4Climate