Klimaschutzplattform

Beteiligte auf „Chemistry4Climate“

Die chemische Industrie will mit ihrer Klimaschutzplattform Chemistry4Climate sehr unterschiedliche Themen diskutieren, für die sie Kompetenz aus verschiedensten Bereichen benötigt.

Mit der Klimaschutzplattform Chemistry4Climate soll Kompetenz aus verschiedensten Bereichen in die Diskussion eingebracht werden können. - Bild: © (c) blvdone - Fotolia.com
Mit der Klimaschutzplattform Chemistry4Climate soll Kompetenz aus verschiedensten Bereichen in die Diskussion eingebracht werden können. - Bild: © (c) blvdone - Fotolia.com

Damit die Chemie treibhausgasneutral werden kann, braucht sie beispielsweise große Mengen an erneuerbarem Strom – und diesen zu einem sehr günstigen Preis. Auch muss die Chemie ihre Kohlenstoffversorgung umstellen, die heute noch stark auf fossilen Rohstoffen basiert. Hier spielt die zirkuläre Wirtschaft eine große Rolle, damit die Produkte, die im Abfall landen, besser recycelt werden und wieder in die Wertschöpfungskette zurückgelangen können. Die Voraussetzungen für mehr Klimaschutz weisen also über die Branche hinaus, daher kann die Chemie sie nicht alleine lösen. Aus diesem Grund haben VCI und VDI Stakeholder aus verschiedenen Bereichen eingeladen, gemeinsam konkrete Konzepte zur Lösung dieser Fragen zu entwickeln.

Chemieunternehmen

Zu diesen Stakeholdern gehören Unternehmen der chemischen Industrie selbst. Sowohl große als auch kleine energieintensive Chemieunternehmen sind Mitglied von Chemistry4Climate. Ihre Aufgabe ist, die Bedarfe und Bedürfnisse, auch regulatorischer Natur, der Chemie als energieintensive Grundstoffindustrie zu erläutern und zu Technologien und deren Entwicklung zu berichten. Neben der Chemie werden künftig auf der Plattform auch weitere Vertreter energieintensiver Branchen eingebunden.

Maschinenbau

Neben der Chemie sind auch Vertreter des Maschinen- und Anlagenbaus Stakeholder der Plattform. Die Expertise der Maschinenbauer ist für verschiedene Bereiche wichtig: Zum einen sind für eine treibhausgasneutrale Chemie und Gesellschaft 2050 zum Beispiel hocheffiziente Windkraftanlagen an Land und auf See notwendig. Zum anderen benötigen die Chemie und andere Branchen in Zukunft Produktionsanlagen, die eine treibhausgasneutrale Herstellung ihrer Produkte ermöglichen, beispielsweise indem erneuerbarer Strom als Energiequelle eingesetzt wird. Wie solche Maschinen und Anlagen für eine treibhausgasneutrale Zukunft aussehen können, und welche externen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen wiederum ihre Installation und ihr Betrieb haben, können die Vertreter des Maschinen- und Anlagenbaus beitragen.

Energiewirtschaft

Weiterhin sind Vertreter von Unternehmen der Energiewirtschaft, vor allem von Energieversorgern und Netzbetreibern, Mitglieder der Plattform. Sie spielen schon angesichts des rasant steigenden Bedarfs an erneuerbarem Strom, der eine treibhausgasneutrale Chemie und Gesellschaft bis 2050 nach sich zieht, eine wichtige Rolle. Ihre Expertise ist beispielsweise notwendig, um Vorschläge für den Infrastrukturausbau in Deutschland und Europa zu erarbeiten. Auch ist die Frage zu beantworten, welcher Teil des Bedarfs an erneuerbaren Energien tatsächlich „Made in Germany“ sein muss, und wie viel absehbar aus dem Ausland importiert werden muss. Auch die Energiewirtschaft ist stark von regulatorischen Anforderungen eingerahmt und braucht zu ihrer Weiterentwicklung, wie zum Beispiel für den Ausbau der Windkraft, bestimmte Rahmenbedingungen. Eine enge Abstimmung mit den Stakeholdern aus Politik, Umweltorganisationen und Kundenindustrien auf Chemistry4Climate ist daher sehr sinnvoll.

Abfallwirtschaft

Unternehmen aus der weiteren Wertschöpfungskette der Chemie nehmen ebenfalls teil, zum Beispiel Abfallverwerter. Ohne ihre Expertise sind Lösungen in der Kreislaufwirtschaft kaum denkbar. Die Chemie benötigt zur Herstellung ihrer Produkte vor allem Kohlenstoff. Die Versorgung damit muss auch in einer treibhausgasneutralen Welt funktionieren. Hier spielen die Methoden der zirkulären Wirtschaft, wie besseres mechanisches und chemisches Recycling, sowie eine bessere Kreislaufführung von Produkten mit hinein.

NGOs

Die Rolle der kritischen Öffentlichkeit ist ebenfalls wichtig für Chemistry4Climate. Eine treibhausgasneutrale Chemie in Deutschland ist nur möglich, wenn die Gesellschaft den Weg dorthin unterstützt. Das gilt einerseits für die Frage nach der Rolle der Chemie und ihrer Produkte für die Gesellschaft, aber auch für die Voraussetzungen, um Treibhausgase in der Chemie langfristig zu minimieren. Diese nötige externe Perspektive können am besten NGOs in die Plattform einbringen, die daher ebenfalls auf der Plattform teilnehmen. Sie bringen eine zivilgesellschaftliche Perspektive mit und tragen zur Diversifizierung der eingebundenen Ansichten bei. Chemistry4Climate kann hier zu einer Plattform werden, um Erwartungen an die Industrie im direkten Dialog zu formulieren, aber auch um gemeinsame Lösungswege zu erarbeiten und damit deren Akzeptanz zu stärken.

Politik

Die Ausgestaltung der regulatorischen Rahmenbedingungen beeinflusst die Transformation zur Treibhausgasneutralität maßgeblich. Aus diesem Grund sind auch Vertreter von Ministerien Stakeholder der Plattform. Sie bringen ihre Expertise aus der Regulatorik sowie die Interessen der Bundesregierung in die Plattform mit ein und ergänzen sie sinnvoll.

Expertinnen und Experten für die Vorbereitungsphase von Chemistry4Climate

Chemie

  • Evonik
  • Infraserv Höchst
  • BASF
  • Lanxess
  • DOW
  • Covestro
  • CHT Germany
  • IG BCE

Energiewirtschaft

  • Uniper
  • Amprion
  • EnBW
  • RWE

Kreislaufwirtschaft

  • Neste
  • Wuppertal Institut

Maschinen- und Anlagenbau

  • ThyssenKrupp Industrial Solutions

Ministerien

  • BMWi
  • BMU

Zivilgesellschaft

  • WWF
  • Germanwatch

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Sebastian Kreth

E-Mail: kreth@vci.de

M.A. Jenna Juliane Schulte

E-Mail: j.schulte@vci.de