Bundesnetzagentur

Reform der allgemeinen Netzentgelt­systematik

17. April 2026 | Position

Wie Netzentgelte fit für die Energiewende und Energieintensive wieder wettbewerbsfähig werden können.

Neben der Chemiebranche leiden auch andere Industriezweige unter den immer weiter steigenden Netzentgelten. © yelantsevv/stock.adobe.com
Neben der Chemiebranche leiden auch andere Industriezweige unter den immer weiter steigenden Netzentgelten. © yelantsevv/stock.adobe.com

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat einen umfassenden Reformprozess der allgemeinen Netzentgeltsystematik (AgNes) eingeleitet und ein erstes Diskussionspapier mit Reformoptionen konsultiert. Ziel der Reform ist es, die Netzentgeltsystematik an die Anforderungen der Energiewende anzupassen, die durch eine dezentrale und volatilere Stromeinspeisung, steigende Stromnachfrage aus dem Netz, wachsende Flexibilitätsbedarfe von Abnehmern und dem Bedarf einer stärkeren Steuerbarkeit/Verstetigung volatiler Stromerzeuger geprägt ist.

Der VCI kommentiert die einzelnen Aspekte der AgNes-Reform in den detaillierten Positionspapieren im Downloadbereich.

Nachdem nun die ersten Konzepte qualitativ diskutiert wurden, muss die BNetzA im nächsten Diskussionsschritt eine systematische quantitative Bewertung und Kosten-Nutzen-Analyse der AgNes-Konzepte vornehmen. Ohne eine solche Quantifizierung droht eine Entwicklung „im Blindflug“. Fehlanreize, nicht intendierte Verteilungseffekte und steigende Systemkosten sind mögliche Folgen. Es sollten zunächst die Grundkomponenten der Netzentgeltsystematik ausgearbeitet werden, bevor komplexere, dynamische Elemente weiterverfolgt werden.

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 Heinrich Nachtsheim

Heinrich Nachtsheim

Energiepolitik, Wasserstoff