Business Worldwide: Wirtschaftliche Lage der globalen Chemie im 3. Quartal 2021

Ausgebremste Erholung auf den globalen Chemiemärkten

16. Dezember 2021 | Bericht

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Die Weltwirtschaft setzte ihren Erholungskurs im dritten Quartal fort. Das Wachstum wurde vor allem vom Dienstleistungssektor getragen. Insgesamt verlangsamte sich das Expansionstempo aber merklich. Die Lieferengpässe bei Vorleistungen, Probleme in der weltweiten Logistik und zuletzt die steigenden Energiepreise bremsten die Industrieproduktion auf allen Kontinenten aus. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte gegenüber Vorquartal nur noch um schwache 0,3 Prozent zu.

Business Worldwide - Wirtschaftliche Lage im 1. Quartal 2021 und Prognosen für das Gesamtjahr 2021 © (c) Michael Nivelet - Fotolia.com
Business Worldwide - Wirtschaftliche Lage im 1. Quartal 2021 und Prognosen für das Gesamtjahr 2021 © (c) Michael Nivelet - Fotolia.com

Die Erholung in der Industrie wurde nahezu überall durch die Probleme in den Lieferketten sowie steigenden Energiepreisen bis hin zu Energieknappheiten ausgebremst. Im Vergleich zum Vorquartal musste die globale Produktion trotz weiterhin guter Nachfrage und voller Auftragsbücher deutlich gedrosselt werden. Das Vorjahr wurde allerdings weiterhin kräftig übertroffen.

Die Entwicklung in der Chemie- und Pharmaindustrie verlief zweigeteilt. Die Pharmaindustrie setzte aufgrund der weiterhin starken Nachfrage ihren Wachstumskurs ungebrochen fort. Dagegen musste die Chemieindustrie teilweise Dämpfer hinnehmen. Die Nachfrage entwickelte sich zwar weiterhin positiv. Die Probleme in den Lieferketten und steigende Energiepreise machten sich aber in der Chemieindustrie – ähnlich wie in der Industrie – negativ bemerkbar und bremsten die Entwicklung.

Aussichten trübten sich zuletzt ein - Risiken steigen

Zuletzt haben sich die Aussichten auf eine stärkere Erholung der Weltwirtschaft deutlich eingetrübt. Die Corona-Pandemie ist mit Beginn der kälteren Jahreszeit wieder präsenter geworden. Zur Eindämmung der Neuinfektionen werden die Einschränkungen bereits in vielen europäischen Ländern sukzessive ausgeweitet. Hinzu kommt die neue Omikron-Variante mit noch unklaren Auswirkungen auf Übertragung und Schutz durch die bekannten Impfstoffe. Durch die Gegenmaßnahmen und dem sinkenden Konsumentenvertrauen dürften die Belastungen für die Dienstleistungsbranchen wieder zunehmen.

Die Probleme der Industrie im Zusammenhang mit Liefer- und Transportengpässen bleiben bestehen. Die hohen Energiepreise erhöhen die Kosten für Unternehmen und verringern die Kaufkraft der Konsumenten. Die Inflation nimmt in vielen Ländern zu. Einige Notenbanken erhöhten bereits die Leitzinsen.

Mit einer Verbesserung der Lage kann erst ab Sommer nächsten Jahres gerechnet werden. Dann sollte die Wirtschaft aber wieder Fahrt aufnehmen können.

Service

Alle Daten und Fakten zur Entwicklung in wichtigen Ländern sowie Prognosen für 2021 und 2022 für Gesamtwirtschaft und Industrie finden Sie in der aktuellen „Business Worldwide“ des VCI im Downloadbereich dieser Webseite.

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Dipl.-Volksw. Christiane Kellermann

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Konjunktur, Investitionen & Innovationen, Energie & Klima