Business Worldwide: Wirtschaftliche Lage der globalen Chemie im 2. Quartal 2021

Gute Nachfragesituation auf den Chemiemärkten

13. September 2021 | Bericht

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Die Weltwirtschaft setzte ihren Erholungskurs im zweiten Quartal des Jahres fort. Nach den Lockdowns in den Wintermonaten führte der Impffortschritt in den Industrieländern zu weitreichenden Lockerungen. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte um 1,4 Prozent gegenüber Vorquartal zu. Damit konnte nicht nur das Vorjahr, sondern erstmals auch das Vorkrisenniveau, übertroffen werden. Die Business Worldwide beinhaltet Daten und Fakten zur Gesamtwirtschaft, Industrie und Chemie auf wichtigen Märkten.

Business Worldwide - Wirtschaftliche Lage im 1. Quartal 2021 und Prognosen für das Gesamtjahr 2021 © (c) Michael Nivelet - Fotolia.com
Business Worldwide - Wirtschaftliche Lage im 1. Quartal 2021 und Prognosen für das Gesamtjahr 2021 © (c) Michael Nivelet - Fotolia.com

Die Erholung in der Industrie wurde in vielen Ländern durch die Probleme in den Lieferketten kurzfristig unterbrochen. Im Vergleich zum Vorquartal musste die globale Produktion trotz weiterhin guter Nachfrage und voller Auftragsbücher gedrosselt werden. Das niedrige Vorjahr wurde allerdings überall kräftig übertroffen. Während die großen Schwellenländer damit über dem Vorkrisenniveau lagen, standen die Industrieländer meist kurz davor.

Die Entwicklung in der Chemie- und Pharmaindustrie verlief zweigeteilt. Die Pharmaindustrie setzte aufgrund der weiterhin starken Nachfrage ihren Wachstumskurs ungebrochen fort. Dagegen musste die Chemieindustrie teilweise Dämpfer hinnehmen. Die Nachfrage entwickelte sich zwar weiterhin positiv. Die Probleme in den Lieferketten machten sich aber auch in der Chemieindustrie – ähnlich wie in der Industrie insgesamt – negativ bemerkbar und bremste die Entwicklung.

Gute Aussichten für das laufende Jahr

Die weiteren Aussichten sind gut, hängen aber weiterhin von der Wirksamkeit der Impfprogramme, der Gesundheitspolitik und dem Infektionsgeschehen ab. Fortschritte bei den Impfkampagnen und niedrige Fallzahlen dürften zu weitreichenden Lockerungen bei den Restriktionen bis hin zu einer Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens führen. Die Wachstumsdynamiken der Länder können sich dabei je nach Infektionslage weiterhin deutlich unterscheiden. Auch zwischen den Wirtschaftsbereichen dürften die Unterschiede hoch bleiben.

Rückschläge für die Erholung sind nicht ausgeschlossen. Risiken gehen weiterhin vom Infektionsgeschehen – insbesondere von Mutationen des Virus – aus. Zudem haben die Engpässe bei den Vorleistungen durchaus das Potenzial, das Erholungstempo der Wirtschaft insgesamt auszubremsen.

Service

Alle Daten und Fakten zur Entwicklung in wichtigen Ländern sowie Prognosen für 2021 und 2022 für Gesamtwirtschaft und Industrie finden Sie in der aktuellen „Business Worldwide“ des VCI im Downloadbereich dieser Webseite.

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Dipl.-Volksw. Christiane Kellermann

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Dipl.-Volksw. Christiane Kellermann

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