Wirtschaftliche Lage im 4. Quartal 2020

Starkes Schlussquartal auf vielen Chemiemärkten

Die Erholung der Weltwirtschaft setzte sich am Jahresende 2020 fort. Allerdings nahm die Dynamik im Vergleich zum Vorquartal ab. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte um 1,1 Prozent gegenüber Vorquartal zu. Damit konnte zwar ein guter Teil der Rückgänge wieder aufgeholt werden. Das Vorjahr wurde aber immer noch um 2,1 Prozent verfehlt. Nur in einigen asiatischen Ländern wurde das Vorkrisenniveau bereits wieder erreicht bzw. übertroffen. Die Business Worldwide beinhaltet Daten und Fakten zur Gesamtwirtschaft, Industrie und Chemie auf den wichtigen Märkten.

Business Worldwide - Wirtschaftliche Lage im 4. Quartal 2020 und Ausblick auf 2021
Business Worldwide - Wirtschaftliche Lage im 4. Quartal 2020 und Ausblick auf 2021

Auch die Industrieproduktion setzte in allen Ländern weltweit ihren Erholungskurs fort. Dabei nahm die Dynamik im Vergleich zum dritten Quartal erwartungsgemäß ab. Anders als im Frühjahr führte der erneute Lockdown nur zu einer Dämpfung und nicht zu einer Abnahme der Industrieproduktion. Während die großen Schwellenländer das Vorjahr bereits wieder übertreffen konnten, blieben die Industrieländer vom Vorkrisenniveau noch weit entfernt.

Die Chemie- und Pharmaindustrie kam bisher glimpflicher durch die Krise als viele andere Industriebranchen. Eine erhöhte Nachfrage nach Hygieneartikeln, Verpackungsmaterialien und Pharmazeutika stützten die Produktion. Mit der Erholung bei den industriellen Kunden nahm die Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen zuletzt auf breiter Basis zu. Weltweit konnte das Vorjahr deutlich übertroffen werden – nicht nur bei Pharma, sondern auch in der Chemie.

Aufwärtstrend mit temporären Rückschlägen

Die steigenden Infektionszahlen im Winter in Europa, die Mutationen des Virus und immer wieder aufflammende Infektionsherde weltweit machen deutlich, dass die Pandemie noch nicht überwunden ist.

Positive Signale gehen aber von den Impfstoffen aus. Immer mehr Impfstoffe erhalten eine Zulassung und die Produktionskapazitäten werden kräftig erhöht. Zwar wird es dauern bis durch umfangreiche Impfungen alle Eindämmungsmaßnahmen zurückgefahren werden können. Aber das Wirtschaftswachstum dürfte im Laufe des Jahres überall kräftig ausfallen. Rückschläge sind dabei nicht ausgeschlossen. Risiken gehen sowohl vom Infektionsgeschehen und den damit verbunden Gegenmaßnahmen als auch von Zweitrundeneffekten einer Rezession aus. Insolvenzen, Arbeitslosigkeit und Einkommenseinbußen können noch zu deutlich negativen Effekten bei Investitionen und Konsum führen.

Service

Alle Daten und Fakten zur Entwicklung in wichtigen Ländern sowie Prognosen für 2021 für Gesamtwirtschaft und Industrie finden Sie in der aktuellen „Business Worldwide“ des VCI im Downloadbereich dieser Webseite.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dipl.-Volksw. Christiane Kellermann

E-Mail: kellermann@vci.de