16. Juni 2026 | Bericht
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VCI-Mitgliederumfrage Mai 2026 + Daten und Fakten zum Nahostkonflikt
PDF | 3 MB | Stand: 16. Juni 2026
Über 300 Unternehmen haben auf die Fragen des VCI zu den Auswirkungen des Irankriegs auf das Chemie- und Pharmageschäft geantwortet.
Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten belasten die Chemie- und Pharmaindustrie zunehmend. Eine aktuelle VCI-Mitgliederbefragung von Anfang Mai 2026 zeigt: Die Auswirkungen des Konflikts sind bereits deutlich spürbar – insbesondere über steigende Kosten, gestörte Lieferketten und zunehmende Unsicherheit.
Die Einschätzungen der Unternehmen sind klar: Die Belastungen überwiegen deutlich. Rund 78 Prozent der befragten Unternehmen berichten von negativen Auswirkungen des Konflikts auf ihr Geschäft. Je kleiner das Unternehmen, umso eher überwiegen die negativen Effekte. Im Zentrum stehen dabei steigende Kosten. Vor allem Rohstoffe, Energie sowie Transport haben sich erheblich verteuert. Gleichzeitig nehmen Lieferengpässe mit der Dauer des Konflikts zu, während höhere Preise entlang der Wertschöpfungskette zunehmend auf die Nachfrage durchschlagen.
Die Unternehmen reagieren vor allem mit Preisanpassungen, verstärktem Risikomanagement und Anpassungen ihrer Lieferketten. Auch Investitionen werden zunehmend verschoben.
Teilweise entstehen auch positive Effekte, etwa durch Lageraufbau bei Kunden oder ausfallende Wettbewerber aus besonders betroffenen Regionen. Diese Impulse bleiben jedoch punktuell und zeitlich begrenzt. Die positive Effekte werden vor allem von großen Unternehmen aus der Grundstoffindustrie gesehen. Hier führen der Wegfall von Konkurrenz sowie ein gezielter Lageraufbau zur Absicherung gegen Engpässe bei Basischemikalien zu höherer Nachfrage und in der Folge auch zu einer besseren Kapazitätsauslastung und steigender Produktion.
Die vollständigen Ergebnisse der VCI-Mitgliederumfrage sowie weitere Daten und Fakten rund um das Thema Lieferketten und Preise vor dem Hintergrund des Konflikts am Persischen Golf können im Download-Bereich dieser Seite heruntergeladen werden. Die Ergebnisse vergangener Umfragen können bei Frau Kellermann angefordert werden.
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