SCHLAGLICHT - FOKUS Pharmaindustrie

Pharma weiterhin zuversichtlich

27. August 2025 | Pressemitteilung

Das Schlaglicht Chemie & Pharma beleuchtet monatlich die wirtschaftliche Lage der Branche.

Mit unserem Schlaglicht Chemie & Pharma bleiben Sie stets auf dem Laufenden. © ARMMY PICCA/stock.adobe.com
Mit unserem Schlaglicht Chemie & Pharma bleiben Sie stets auf dem Laufenden. © ARMMY PICCA/stock.adobe.com

Endlich auch mal gute Nachrichten: Deutschlands Pharmaindustrie hat für das erste Halbjahr 2025 eine insgesamt positive Bilanz gezogen. Produktion, Erzeugerpreise und Umsatz legten im Vorjahresvergleich zu. Auf den turbulenten Jahresbeginn – ausgelöst durch vorgezogene Aufträge infolge von Trumps Zolldrohungen – folgte schon im Frühsommer der erwartete kräftige Dämpfer. Die derzeitige Stimmung in den Pharmaunternehmen ist dementsprechend getrübt.

Auch die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage rutschte ins Minus. Die Produktionskosten und daher auch die Erzeugerpreise stiegen stärker als die Apothekenpreise. Zudem droht weiteres Ungemach: Der Margendruck könnte sich sogar weiter verstärken, denn bei den Krankenkassen werden die finanziellen Mittel knapp. Insbesondere bei margenschwachen Wirkstoffen ersetzten Importe die heimische Produktion – mit negativen Folgen für die Resilienz des Gesundheitswesens. Auch im mit Abstand wichtigsten Exportmarkt, den USA, hat die Branche mit Problemen zu kämpfen: US-Importzölle sollen die Pharmaproduktion in die USA zwingen. Gleichzeitig setzt die Trump-Administration die Unternehmen unter Druck, die Verkaufspreise für US-amerikanische Kunden zu senken. Dennoch sind die deutschen Pharmaunternehmen überwiegend zuversichtlich, dass sich die Geschäftslage in den kommenden Monaten wieder verbessert.

VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup kommentiert: „Das Pharmageschäft zeigt sich robust. Das ist in diesen turbulenten Zeiten ein Erfolg. Die guten Zahlen dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Branche immens unter Druck steht. Der Standort Deutschland ist zu teuer, jetzt verschärfen Zölle den Preisdruck zusätzlich. Krisen haben gezeigt: Die Pharmaindustrie ist systemrelevant und für Abhängigkeiten von anderen Ländern zahlen wir im Ernstfall einen hohen Preis. Bereits jetzt wird ein Großteil relevanter Arzneimittel in China oder Indien hergestellt. Wir müssen verhindern, dass noch mehr Forschung und Produktion ins Ausland verlagert werden. Die Bundesregierung muss daher jetzt konsequent die angekündigten Reformen angehen, damit die Hürden für die Branche nicht noch größer werden.“

Weitere Zahlen zur Konjunktur der Branche finden Sie hier: VCI-Konjunkturbarometer

Alles Infos sowie die dazugehörigen Grafiken aus dem aktuellen Schlagtlicht sowie die Ausgabe aus dem Vormonat finden Sie unten im Downloadbereich.

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 Ilka Ennen

Ilka Ennen

Leiterin Pressestelle

Dipl.-Volksw. Christiane Kellermann

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Branchen und Märkte, Konjunktur