05. Februar 2026 | Information
Der Fonds der Chemischen Industrie fördert die Lehre in nachhaltiger und synthetischer Chemie mit 1 Million Euro.
Zur Weiterentwicklung moderner Bachelor- und Masterstudiengänge unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) Lehrvorhaben mit Modellcharakter in strategisch wichtigen Themenfeldern. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie aktuelle wissenschaftliche, technologische und gesellschaftliche Entwicklungen wirksam und anwendungsnah in die Hochschullehre eingebunden werden können. Dazu werden gezielt thematische Förderschwerpunkte ausgeschrieben.
Ein Förderschwerpunkt liegt auf „Methoden der nachhaltigen Chemie“. Gefragt sind Lehrkonzepte, die nachhaltige Ansätze systematisch in Theorie und Praxis verankern – etwa in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Life-Cycle Assessments, Recycling, Energie- und Stoffeffizienz, ressourcenschonendes Moleküldesign oder Umwelt- und Risikobewertung. Studierende sollen befähigt werden, chemische Prozesse ganzheitlich unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten zu planen und zu beurteilen.
Der zweite Schwerpunkt widmet sich „Neuen Methoden der Synthetischen Chemie“. Gefördert werden Projekte, die moderne Synthesestrategien zeitgemäß in Praktika und Lehrveranstaltungen integrieren – beispielsweise durch neue Experimente, die Aktualisierung bestehender Versuche oder innovative Experimentalvorlesungen. Besonders erwünscht sind Bezüge zu Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Laborautomation sowie zum strukturierten Umgang mit Lehr- und Forschungsdaten nach FAIR-Prinzipien.
Für beide Schwerpunkte stellt der FCI jeweils 500.000 Euro bereit; pro Institution können bis zu 50.000 Euro beantragt werden. Die Mittel können insbesondere für die Ausstattung von Lehrlaboren sowie für die Entwicklung oder Beschaffung geeigneter Lehrmaterialien eingesetzt werden. Erwartet wird ein tragfähiges Konzept zur dauerhaften Verankerung der Inhalte im Curriculum sowie ein klarer Praxisbezug. Pro Hochschule ist je Ausschreibung ein Antrag möglich; die Hochschule beteiligt sich mit mindestens 20 Prozent Eigenanteil.
Antragsberechtigt sind Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer der Chemie, des Chemieingenieurwesens oder einer angrenzenden Nachbardisziplin deutscher Hochschulen. Die geförderten Vorhaben sollen übertragbar sein und als Beispiel für eine moderne, anwendungsnahe Chemieausbildung dienen.
Anträge können bis zum 30.04.2026 gestellt werden. Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten des Fonds .
Kontakt
Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.
Dr. Sonja Wendenburg
- E-Mail: wendenburg@vci.de