EU-RATSPRÄSIDENTSCHAFT

Zypern setzt auf grüne Transformation

19. Januar 2026 | Bericht

Während seiner EU-Ratspräsidentschaft rückt Zypern Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und Wasserresilienz in den Fokus.

Zypern hat die EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2026 übernommen. © artjazz/stock.adobe.com
Zypern hat die EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2026 übernommen. © artjazz/stock.adobe.com

Zypern will in seiner EU-Ratspräsidentschaft die Umweltgovernance der Union voranbringen und ein nachhaltiges, widerstandsfähiges und zugleich wettbewerbsfähiges Europa stärken. Im Mittelpunkt stehen der Schutz natürlicher Ressourcen und ein stärkeres Engagement im globalen Umweltschutz. Die angekündigten Vorhaben betreffen auch die chemisch-pharmazeutische Industrie; besonders dort, wo die EU Umwelt-, Klima- und Ressourcenvorgaben weiterentwickeln will.

Ein zentraler Akzent der zyprischen Ratspräsidentschaft liegt auf der Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft. Geplant sind Maßnahmen für Klimaschutz und
-anpassung, die Treibhausgasemissionen mindern und zugleich die Resilienz Europas gegenüber klimabedingten Risiken, Extremwetter und Umweltbelastungen erhöhen sollen. Ergänzt wird dies durch den Ausbau einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft, um Abfall zu vermeiden und Rohstoffe langfristig zu sichern.

Schwerpunkt Umweltgerechtigkeit

Darüber hinaus will Zypern Umweltgerechtigkeit stärken und darauf hinwirken, dass Umweltpolitik ausgewogene Vorteile für Regionen und gesellschaftliche Gruppen schafft. Das frühzeitige Erkennen, Vermeiden und Bewältigen von Umweltgefahren bleibt vor dem Hintergrund von Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Umweltverschmutzung ein Leitmotiv.

Angesichts wachsender wasserbezogener Herausforderungen rückt zudem die Stärkung der Wasserresilienz in den Vordergrund. Vorgesehen sind Schritte zur Effizienzsteigerung, zum Schutz der Gewässer und zum besseren Umgang mit Wasserstress. Die entsprechende Strategie soll eng mit dem Europäischen Anpassungsplan an den Klimawandel verzahnt werden.

Parallel dazu strebt die Präsidentschaft an, die Rolle der EU in der internationalen Klimadiplomatie und im globalen Umweltmanagement weiter zu festigen. Insgesamt zielt die Agenda darauf, ausgewogene und zukunftsgerichtete Fortschritte zu erzielen und die EU als Vorreiterin für Nachhaltigkeit und grüne Innovation zu positionieren.

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 Erika Clerici

Erika Clerici

Chemikalien-, Umweltpolitik