04. März 2026 | Standpunkt
Die Sperrung der Straße von Hormus treibt weltweit Energiepreise hoch und belastet die Industrie in Deutschland.
Deutschland und Europa hängen bei Öl und Gas heute nur in begrenztem Umfang direkt an Lieferströmen durch die Straße von Hormus. Klar ist aber auch: Durch die Sperrung fällt ein erheblicher Teil der globalen Öl- und LNG-Mengen (mehr als 20 Prozent) weg. In Folge steigen Energie- und Rohstoffpreise weltweit – auch in Deutschland. Das verschärft Deutschlands Wettbewerbsnachteil gegenüber Standorten mit strukturell günstigeren Energiepreisen, etwa den USA, und belastet unsere Unternehmen. Je länger eine Sperrung der Meerenge anhält, desto größer dürften diese Preisaufschläge ausfallen. Die physische Versorgung in Deutschland scheint aktuell nicht gefährdet. Das könnte sich mit zunehmender Dauer der Sperrung aber ändern. Viele Mitgliedsunternehmen analysieren intensiv die Lageentwicklung, um rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen.
„Die Lage in der Straße von Hormus zeigt, wie verwundbar globale Energieversorgung bleibt. Wir brauchen eine konsequente Diversifizierung unserer Energieimporte. Nur so verringern wir unsere Abhängigkeiten und schützen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie“, sagt Wolfgang Große Entrup.
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