Hightech-Strategie

Batteriematerialien strategisch stärken

15. Januar 2026 | Position

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Ein wettbewerbsfähiges Ökosystem für Batteriematerialien ist zentral für die Mobilitäts- und Energiewende in Europa.

Hochleistungsfähige Batterien werden unter anderem in der Automobilbranche gebraucht. © AynunNaher/stock.adobe.com
Hochleistungsfähige Batterien werden unter anderem in der Automobilbranche gebraucht. © AynunNaher/stock.adobe.com

Technologie- und Innovationspolitik haben eine große geopolitische Bedeutung. Länder wie die USA, Korea, Japan und China fördern die Schlüsseltechnologie Batterie seit Jahren strategisch, langfristig und mit erheblichen Mitteln. Batterien bilden die Grundlage für Wertschöpfung und Innovationsfähigkeit wichtiger Industriebranchen wie Automobilindustrie, Elektronikindustrie und Maschinenbau. Gerade diese Branchen spielen in Deutschland und der EU eine entscheidende Rolle.

Darüber hinaus besitzen Batterien eine hohe strategische Bedeutung für die sichere Energieversorgung sowie für wirtschaftliche und technologische Resilienz. An der Basis der technologischen Entwicklung und der Produktion von Batteriematerialien hat die Chemieindustrie eine zentrale Funktion.

Investitionen und langfristige Strategie erforderlich

Aus Sicht des VCI wird in Europa dringend eine kommerzielle Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette inklusive des Recyclings benötigt. Für den Aufbau eines leistungsfähigen Ökosystems sind sehr hohe Investitionen notwendig. Die reine Wirtschaftlichkeit wird in der Dekade des Hochlaufs und des Up-Scaling jedoch nicht ausschlaggebend sein können.

Europa benötigt eine langfristig angelegte, ganzheitliche Strategie über 10 bis 20 Jahre, um die Batteriematerialforschung voranzubringen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Nur so kann technologisch zu anderen großen Wirtschafts- und Technologieregionen aufgeschlossen werden.

Förderung konventioneller Materialien und unterstützende Rahmenbedingungen

Programme zur Förderung der Batterietechnologien sollten aus Sicht des VCI stärker auf die Weiterentwicklung konventioneller Materialien ausgerichtet werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Integration in Wertschöpfungsketten und die Erschließung von Kostenvorteilen.

Damit Forschungsergebnisse in marktfähige Innovationen übergehen können, empfiehlt der VCI unterstützende regulative Rahmenbedingungen wie beispielsweise Local-Content-Anforderungen (LCR).



Kontakt

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Dr. Martin Reuter

Dr. Martin Reuter

Forschungs- und Technologiepolitik, Material- und Energieforschung