Whitepaper

Biologische Inspiration für Materialforschung

05. März 2026 | Bericht

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Mehrere Chemieorganisationen zeigen auf, wie die Biologie Materialentwicklung und Prozesschemie künftig prägt.

Natürliche Strukturen wie Perlmutt oder Lotusblätter liefern wertvolle Impulse für neue Materialien und Prozesse. © KI xiden/stock.adobe.com
Natürliche Strukturen wie Perlmutt oder Lotusblätter liefern wertvolle Impulse für neue Materialien und Prozesse. © KI xiden/stock.adobe.com

Es ist mehr als nur ein Trend, vielmehr das Ergebnis eines langen Weges, auf dem sich die Chemieforschung im Bereich der Materialentwicklung befindet: Sie lernt nicht nur von den Prinzipien der Natur – dies hat sie immer getan. Heute ist es jedoch in viel stärkerem Maße als früher möglich, sich in der Entwicklung neuer faszinierender Materialien von der Natur inspirieren zu lassen.

Dies gilt für biomimetische Materialien wie Perlmutt, das Lotusblatt oder die Haifischhaut mit bisher nahezu unerreichten Eigenschaften. Ebenso betrifft es Grenzflächenprozesse und biokatalytische Prozesse, die den Weg in die Zukunft einer noch nachhaltigeren Chemie eröffnen. Welche Themen hierbei zentral sind, wie Fortschritte erzielt werden können und welche Wege sich anbieten, haben die Chemiegesellschaften in einem umfangreichen Diskussionsprozess ausgearbeitet.

Whitepaper zur biologischen Inspiration

Ergebnis dieses Prozesses ist das Whitepaper „Biologisation and Bio-Inspiration in Materials Science and Process Chemistry“ vom Februar 2026. Damit soll das aktuelle Materialforschungsprogramm Mat2Twin des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt inhaltlich und strukturell weiter mitgestaltet werden. Gleichzeitig soll das wichtige Thema der Biologisierung der Materialforschung sowie der „biologisierten“ Prozesschemie und chemischen Verfahrenstechnik in der wissenschaftlichen und industriellen Community gestärkt werden.

Grundlage war ein gemeinsamer Workshop der beteiligten Chemieorganisationen am 5. Dezember 2024. Das Whitepaper enthält eine aufwendige statistische Analyse der zusätzlich über die Gremien der beteiligten Gesellschaften breit abgestützten Workshop-Diskussionen. Die wichtigsten Empfehlungen zur Forschungsförderung finden sich wie üblich in der Executive Summary.

Kontakt

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Dr. Martin Reuter

Dr. Martin Reuter

Forschungs- und Technologiepolitik, Material- und Energieforschung