Klimaschutz

Erhöhung des EU-Klimaschutzziels 2030

Die EU-Kommission ist im Rahmen des „European Green Deal“ bestrebt den Weg hin zu einem treibhausgasneutralen Kontinent bis 2050 zu ebnen. Um dies zu erreichen, soll unter anderem das derzeitige Klimaziel 2030 von 40 Prozent auf mindestens 50 Prozent und angestrebte 55 Prozent erhöht werden. Gleichzeitig will die EU mit dieser Erhöhung ihren Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen nachkommen. Die Staaten/Regionen des UN-Klimaabkommens haben sich darauf verständigt bis Ende 2020 die neuen nationalen Klimaschutzbeiträge (NDCs) vorzulegen.

Die EU-Kommission möchte mit dem „European Green Deal“ den Weg hin zu einem treibhausgasneutralen Kontinent bis 2050 ebnen. - Bild: © Patrick-Daxenbichler / stock.adobe.com
Die EU-Kommission möchte mit dem „European Green Deal“ den Weg hin zu einem treibhausgasneutralen Kontinent bis 2050 ebnen. - Bild: © Patrick-Daxenbichler / stock.adobe.com

Die deutsche Chemieindustrie unterstützt das 2050-Ziel, denn neben der Reduktion über den EU-Emissionshandel, trägt die Branche auch aktiv mit ihren Produkten zum Klimaschutz bei. Die Studie „Roadmap Chemie 2050“ zeigt auf, dass eine treibhausgasneutrale Produktion bis 2050 möglich ist. Gleichzeitig zeigt die Studie aber auch auf, dass dieses Ziel bereits eine enorme technologische und ökonomische Herausforderung darstellt und nicht auf einem linearen Pfad erreicht werden kann. Hinzu kommt, dass die notwendigen treibhausgasneutralen Produktionsverfahren in Deutschland erst frühestens ab Mitte der 2030er Jahre zur Verfügung stehen und erst deutlich danach wirtschaftlich sind.

Des Weiteren zeigt die „Roadmap Chemie 2050“ auf, dass der Transformationsprozess der chemischen Industrie bis zu Treibhausgasneutralität mit einem bis zu 11-fach höheren Stromverbrauch verbunden ist und somit nur gemeinsam mit einem erheblichen Ausbau der erneuerbaren Energien und deren Verteilung realisiert werden kann.

Aus dem Inhalt des Positionspapier des VCI zu Erhöhung des EU-Klimaschutzziels 2030 PDF 188 Kb :

  • Ambitioniertere Ziele müssen mit Verbesserung des Carbon Leakage-Schutzes, günstigen Strompreisen und Ausbau der Infrastruktur einhergehen
  • Zielerhöhung erfordert umfassende Folgenabschätzung
  • Keine Ausweitung des EU-Emissionshandel auf andere Sektoren
  • Carbon Border Adjustments sind keine Alternativen zu den bestehenden Carbon Leakage-Maßnahmen im EU-Emissionshandel

Das vollständige Positionspapier befindet sich im Kopf dieser Seite unter „Ergänzende Downloads".

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Ass. jur. Isabell Esterhaus

E-Mail: esterhaus@vci.de