Industrielle Kraft-Wärme-Kopplung

Rückgrat der Versorgungs­sicherheit in Gefahr

22. Januar 2026 | Position

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Unsichere Regeln gefährden Investitionen in industrielle Kraft-Wärme-Kopplung. Politik muss Planungssicherheit schaffen.

Industrielle Kraft-Wärme-Kopplung liefert verlässlich Strom und Wärme und stärkt die Versorgungssicherheit.
Industrielle Kraft-Wärme-Kopplung liefert verlässlich Strom und Wärme und stärkt die Versorgungssicherheit. - © by Dariusz T. Oczkowicz, ars digital media services

Die industrielle Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist seit Jahrzehnten ein tragender Pfeiler einer sicheren und effizienten Energieversorgung in Deutschland. Sie liefert verlässlich Strom und Wärme für energieintensive Prozesse und entlastet gleichzeitig das öffentliche Stromnetz. Doch aktuell steht diese Schlüsseltechnologie vor großen Herausforderungen, die ihre Zukunft gefährden und damit auch die Versorgungssicherheit des Industriestandorts Deutschland.

Damit die Industrie weiterhin planbar und wettbewerbsfähig produzieren kann, braucht es politische Rahmenbedingungen, die Investitionen in moderne KWK-Anlagen ermöglichen. Gerade mit Blick auf den geplanten Kapazitätsmechanismus ab 2032 ist es entscheidend, industrielle KWK als steuerbare und hocheffiziente Erzeugungstechnologie einzubinden. Sie können bei Bedarf mehr Strom als Dampf erzeugen und können so einen verlässlichen Beitrag zur Netzstabilität und Versorgungssicherheit leisten.

Um einen geordneten Übergang sicherzustellen, müssen bestehende Fördermechanismen so lange fortgeführt oder weiterentwickelt werden, bis der neue Kapazitätsmechanismus voll greift. Nur so lassen sich Investitionsabbrüche und Anlagenstilllegungen vermeiden. Das ist essenziell, damit die industrielle KWK ein verlässlicher Partner für Klimaschutz, Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit bleibt.

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 Manuela Pieper

Manuela Pieper

Energiepolitik, Energieeffizienz, Energiesteuern, KWK, Prozesswärme