Gaspreise

Energiekosten senken – Wettbewerbsfähigkeit sichern

16. Juni 2026 | Position

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Hohe Gaspreise gefährden die Industrie. Weitere Maßnahmen sind dringend nötig.

Hohe Gaspreise belasten die chemische Industrie und gefährden Investitionen. © Maksym Yemelyanov/stock.adobe.com
Hohe Gaspreise belasten die chemische Industrie und gefährden Investitionen. © Maksym Yemelyanov/stock.adobe.com

Die Verbände VCI und VIK setzen sich für wettbewerbsfähige Energiekosten ein. Im internationalen Vergleich sind die Gaskosten in Deutschland zu hoch und beeinflussen maßgeblich die Produktionskosten der energieintensiven Industrien sowie die Strompreise. Es sind daher weitere Maßnahmen nötig, um das Kostenniveau zu senken.

  • Die Erdgaskosten der Industrie in Deutschland befinden sich auf einem untragbar hohen Niveau und gefährden die internationale Wettbewerbsfähigkeit.
  • Gründe sind der strukturelle Anstieg der Marktpreise durch die wachsende Rolle von LNG in der Gasversorgung, geopolitische Unsicherheiten sowie höhere staatlich induzierte Nebenkosten und Entgelte.
  • Die chemisch-pharmazeutische Industrie, die Erdgas energetisch und stofflich nutzt, ist als größter industrieller Gasverbraucher besonders betroffen. Dies führt zu Produktionsverlagerungen, Stilllegungen und ausbleibenden Investitionen in die Transformation.
  • Die bisherigen Maßnahmen und Ankündigungen der Bundesregierung werden begrüßt. Es müssen jedoch weitere Schritte folgen, um die Erdgaskosten zu senken und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen wiederherzustellen.

Dazu zählen

  • Ausbau heimischer und europäischer Gasförderung
  • Einsatz und Förderung von Biomethan
  • Diversifizierung und langfristige Absicherung des Gasbezugs mit einer gezielten Anpassung der EU-Methanverordnung
  • Wettbewerbsfähige Energiesteuern und verursachungsgerechte Umlageausschüttungen
  • Weiterentwicklung von Anreizen zur Gasspeicherbefüllung
  • Bessere Transparenz hinsichtlich der Netzentgeltentwicklung
  • Kosteneffiziente Gestaltung der Netzumstellung

Kontakt

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

 Heinrich Nachtsheim

Heinrich Nachtsheim

Energiepolitik, Wasserstoff