CO₂-Grenzausgleich

Kompensationsmodell für Ammoniak

10. Oktober 2025 | Position

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CBAM schützt die Ammoniak-Wertschöpfungskette unzureichend. Ein Kompensationsmodell soll Carbon Leakage verhindern.

Ammoniak ist ein zentraler Grundstoff der Chemie. Seine Wertschöpfungskette benötigt wirksamen Schutz vor Carbon Leakage. © MPA Studio / stock.adobe.com
Ammoniak ist ein zentraler Grundstoff der Chemie. Seine Wertschöpfungskette benötigt wirksamen Schutz vor Carbon Leakage. © MPA Studio / stock.adobe.com

Die aktuelle Ausgestaltung des Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) bietet für Ammoniak und seine nachgelagerten industriellen Wertschöpfungsketten weder im EU‑Binnenmarkt noch im Export einen ausreichenden Carbon‑Leakage‑Schutz. Mit dem Einbezug von Ammoniak in den CBAM entfallen bestehende Schutzmechanismen schrittweise. Das gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit global gehandelter Downstream-Produkte und kann zu indirekten Belastungen der zugrunde liegenden Grundchemikalien führen.

Der VCI schlägt daher ein Kompensationsmodell nach dem Vorbild der Strompreiskompensation vor. Dieses soll finanzielle Entlastung schaffen und ist aus Sicht des VCI beihilfe- und WTO‑konform. Das Modell adressiert sowohl Belastungen im Binnenmarkt als auch im Export und ist vorrangig auf Ammoniak anwendbar. Eine Ausweitung auf weitere Stoffe wie Wasserstoff wäre separat zu prüfen.

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Dr. Tina Buchholz

Dr. Tina Buchholz

Abteilungsleitung Energie, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft