SCHLAGLICHT - FOKUS CHEMIEINDUSTRIE

Noch keine Trendwende – aber aufkeimende Hoffnung

28. Januar 2026 | Pressemitteilung

Das Schlaglicht Chemie & Pharma beleuchtet monatlich die wirtschaftliche Lage der Branche.

Mit unserem Schlaglicht Chemie & Pharma bleiben Sie stets auf dem Laufenden. © ARMMY PICCA/stock.adobe.com
Mit unserem Schlaglicht Chemie & Pharma bleiben Sie stets auf dem Laufenden. © ARMMY PICCA/stock.adobe.com

Zum Jahresbeginn bleibt das Chemiegeschäft weiterhin extrem herausfordernd: Die Branchenunternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage immer noch negativ. Dies steht im Einklang mit den jüngsten Konjunkturindikatoren. Die Auftragseingänge waren rückläufig und lagen zuletzt um 6,7 Prozent unter Vorjahr – die Inlands- und Auslandsnachfrage blieb schwach. Auch die Produktion setzte ihren Rückwärtsgang ungebrochen fort, Erzeugerpreise waren unter Druck und die Umsätze verfehlten ihr Vorjahr zuletzt um ganze 7 Prozent.

Zugleich wächst die Hoffnung auf eine konjunkturelle Belebung. Die Geschäftserwartungen haben sich zuletzt leicht aufgehellt. Erste Anzeichen auf einen Auslauf der wirtschaftlichen Talfahrt mehren sich. Einige Kundenbranchen und der Bau verzeichnen mehr Aufträge. Es deutet sich eine leichte wirtschaftliche Belebung an. Und das würde im Inland den Auftragsmangel in der Chemie abmildern. Eine weitere gute Nachricht: Die Kapazitätsauslastung der Chemie hat bereits leicht zugelegt. Die Produktionspläne für die nächsten Monate zeigen wieder nach oben. Und auch für das wichtige Exportgeschäft gibt es Anzeichen für mehr Zuversicht: Erstmals seit fast einem Jahr drehten die Exporterwartungen wieder in den positiven Bereich.

VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup kommentiert den Jahresbeginn: „Trotz Anlaufschwierigkeiten ist die Bundesregierung auf dem richtigen Weg. Jetzt darf es in den Bemühungen aber keinen Stillstand geben. Die To-do-Liste für einen echten Wirtschaftsaufschwung ist lang. Die politische Entschlossenheit, die wir bei den Energiepreisen sehen, fordern wir auch bei Bürokratie und Steuern. Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie muss endlich wiederhergestellt werden. Nicht durch weniger Feiertage oder Sondervermögen. Wir brauchen Wachstum aus eigener Kraft dank mutiger Reformen. Halbherzige Schritte helfen bei diesem Unterfangen nicht weiter.“

Weitere Zahlen zur Konjunktur der Branche finden Sie hier: VCI-Chemie-Barometer

Das vollständige Schlaglicht inklusive der dazugehörigen Grafiken sowie die Ausgabe aus dem Vormonat finden Sie unten im Downloadbereich.

Der VCI ist Europas größter Verband für Chemie und Pharma. Mit seinen 22 Fach- und 7 Landesverbänden repräsentiert er die Interessen von rund 2.000 Unternehmen – vom Global Player bis zum hoch spezialisierten Mittelständler. Mit 240 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2024 und mehr als 560.000 Beschäftigten in Deutschland zählt die Branche zu den stärksten Treibern für Innovation, Wohlstand und Zukunft. Für eine starke chemisch-pharmazeutische Industrie von heute und morgen ist der VCI in Deutschland, in Europa und weltweit aktiv.

Kontakt: VCI-Pressestelle, Telefon: 069 2556-1496, E-Mail: presse@vci.de
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 Ilka Ennen

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Leiterin Pressestelle

Dipl.-Volksw. Christiane Kellermann

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Branchen und Märkte, Konjunktur