SCHLAGLICHT - FOKUS PHARMAINDUSTRIE

Unsicherheit im Pharmageschäft

26. Februar 2026 | Pressemitteilung

Das Schlaglicht Chemie & Pharma beleuchtet monatlich die wirtschaftliche Lage der Branche.

Mit unserem Schlaglicht Chemie & Pharma bleiben Sie stets auf dem Laufenden. © ARMMY PICCA/stock.adobe.com
Mit unserem Schlaglicht Chemie & Pharma bleiben Sie stets auf dem Laufenden. © ARMMY PICCA/stock.adobe.com

Die deutsche Pharmaindustrie blickt auf ein bewegtes, aber erfolgreiches Jahr zurück. Produktion und Umsatz lagen im Gesamtjahr 2025 deutlich über Vorjahr: Die Produktion stieg um 4,5 Prozent. Die Umsätze legten bei leichtem Preisanstieg um 5,5 Prozent zu. Trotz respektabler Jahreszahlen nahmen zuletzt die Unsicherheiten zu. In den letzten Monaten sanken die Bestellungen aus dem Inland. Die Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Lage dementsprechend verhalten. Das Auslandsgeschäft blieb trotz der Zollstreitigkeiten und unruhigen Handelsbeziehungen auf hohem Niveau stabil.

Quellen: Destatis, VCI
Quellen: Destatis, VCI

Die Erwartungen der Branche haben sich zuletzt eingetrübt. Viele Betriebe rechnen mit wachsenden Schwierigkeiten im Inlandsgeschäft: Öffentliche und private Sparzwänge dürften den Markt weiter belasten. Gleichzeitig steigt der Wettbewerbsdruck durch Importe aus Asien. Dagegen bleiben die Exporterwartungen zu Jahresbeginn positiv: Das Auslandsgeschäft dürfte weiterhin der Stabilitätsanker der innovativen Pharmaindustrie bleiben. Mehr als 60 Prozent ihres Umsatzes erzielt die Pharmaindustrie im Export. Die USA sind dabei einer der wichtigsten Märkte für den Pharmastandort Deutschland. Ein Viertel der Ausfuhren gehen dorthin. Die Unsicherheiten im US-Geschäft bleiben jedoch hoch: Pharmazölle stehen weiterhin im Raum. Sollten sie kommen, hätte dies gravierende Folgen.

Quellen: ifo, VCI
Quellen: ifo, VCI

VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup kommentiert:
„Die Pharmaindustrie ist elementar für Deutschland – und trotzdem gewinnt in der politischen Debatte immer das Kostenargument. Der Druck bei den Unternehmen nimmt zu. Aus den USA drohen Zölle und die Abhängigkeit von China bei kritischen Wirkstoffen steigt massiv. On top kommt die Dauerbaustelle Standort Deutschland. Wir setzen auf den Pharma- und Medizintechnikdialog der Bundesregierung. Am Ende müssen schnellere Genehmigungen und weniger Regulierungen stehen. Mit einer starken Forschungsförderung und fairen globalen Wettbewerbsbedingungen bleibt der Standort Deutschland zukunftsfähig.“

Weitere Zahlen zur Konjunktur der Branche finden Sie hier: VCI-Chemie-Barometer

Das vollständige Schlaglicht inklusive der dazugehörigen Grafiken sowie die Ausgabe aus dem Vormonat finden Sie unten im Downloadbereich.

Der VCI ist Europas größter Verband für Chemie und Pharma. Mit seinen 22 Fach- und 7 Landesverbänden repräsentiert er die Interessen von rund 2.000 Unternehmen – vom Global Player bis zum hoch spezialisierten Mittelständler. Mit 240 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2024 und mehr als 560.000 Beschäftigten in Deutschland zählt die Branche zu den stärksten Treibern für Innovation, Wohlstand und Zukunft. Für eine starke chemisch-pharmazeutische Industrie von heute und morgen ist der VCI in Deutschland, in Europa und weltweit aktiv.

Kontakt: VCI-Pressestelle, Telefon: 069 2556-1496, E-Mail: presse@vci.de
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 Ilka Ennen

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Leiterin Pressestelle

Dipl.-Volksw. Christiane Kellermann

Dipl.-Volksw. Christiane Kellermann

Branchen und Märkte, Konjunktur