21. Januar 2026 | Pressemitteilung
Das Europäische Parlament bremst das Mercosur-Abkommen aus. Das schadet Europas Industrie und Wettbewerbsfähigkeit.
Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments haben heute mehrheitlich dafür gestimmt, dass das Mercosur-Abkommen zur Prüfung dem Gerichtshof der Europäischen Union vorgelegt wird. Dazu kommentiert Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI):
„Ich bin über diese Entscheidung entsetzt. Das ist ein industriepolitischer Offenbarungseid. Während andere Weltregionen ihre Interessen knallhart durchsetzen, entscheidet sich eine Mehrheit im Europäischen Parlament für Stillstand und Selbstblockade. Die EU fährt die europäische Wirtschaft sehenden Auges gegen die Wand. Wer dieses Abkommen blockiert, schwächt Europas Industrie, gefährdet Arbeitsplätze und nimmt den Wohlstandsverlust billigend in Kauf. In Zeiten von ausufernden Zollkriegen ist dies politische Sabotage. So büßt die EU in aller Welt noch mehr Wettbewerbsfähigkeit und Glaubwürdigkeit ein. Jetzt ist Pragmatismus gefordert. Zur Not muss das Abkommen parallel zur Prüfung des Gerichtes vorläufig in Kraft gesetzt werden.“
Der VCI ist Europas größter Verband für Chemie und Pharma. Mit seinen 22 Fach- und 7 Landesverbänden repräsentiert er die Interessen von rund 2.000 Unternehmen – vom Global Player bis zum hoch spezialisierten Mittelständler. Mit 240 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2024 und mehr als 560.000 Beschäftigten in Deutschland zählt die Branche zu den stärksten Treibern für Innovation, Wohlstand und Zukunft. Für eine starke chemisch-pharmazeutische Industrie von heute und morgen ist der VCI in Deutschland, in Europa und weltweit aktiv. Kontakt: VCI-Pressestelle, Telefon: 069 2556-1496, E-Mail:
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