Freihandelsabkommen

Die EU kann es noch

09. Januar 2026 | Pressemitteilung

Das Handelsabkommen stärkt Europas Rolle und eröffnet Chancen für die chemisch-pharmazeutische Industrie.

EU und Mercosur rücken näher zusammen: Das Handelsabkommen soll neue Perspektiven für die Industrie eröffnen. © Pawinee/stock.adobe.com
EU und Mercosur rücken näher zusammen: Das Handelsabkommen soll neue Perspektiven für die Industrie eröffnen. © Pawinee/stock.adobe.com

Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie, begrüßt die Zustimmung des Europäischen Rats zum Mercosur-Abkommen: „Das ist ein guter Tag für Europa. Der Europäische Rat macht den Weg frei und weckt neue Hoffnung für die europäische Industrie. Es war eine schwere Geburt – aber am Ende wurde der Knoten gelöst. Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen sendet die EU damit in schwierigen Zeiten ein starkes Signal: Europa will mitgestalten – und nicht nur zuschauen.

Auf der Weltbühne präsentiert sich die EU als verlässlicher Partner für Kooperation und fairen Wettbewerb. Ein klarer Kontrast zu China, das seine Wachstumsschwäche mit Exportoffensiven ausgleichen will, und zu den USA, die ihr wirtschafts- und sicherheitspolitisches ‚America First‘-Muskelspiel immer offensiver zur Schau stellen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kann nun zur Ratifizierung nach Paraguay reisen. Doch in trockenen Tüchern ist das Abkommen noch nicht: Jetzt muss das Europäischen Parlament beweisen, ob es eine international handlungsfähige EU wirklich will – und dem Abkommen zustimmen.“

Fakten EU-Mercosur

  • Insgesamt exportierte die deutsche chemisch-pharmazeutische Industrie im Jahr 2024 Waren im Wert von 4,3 Milliarden Euro in den Mercosur (Chemie 2,5 Mrd. Euro, Pharma 1,8 Mrd. Euro).
  • Deutschland importierte 2024 chemisch-pharmazeutische Waren aus dem Mercosur im Wert von 837 Millionen Euro (Chemie 659 Mio. Euro, Pharma 178 Mio. Euro).

Der VCI ist Europas größter Verband für Chemie und Pharma. Mit seinen 22 Fach- und 7 Landesverbänden repräsentiert er die Interessen von rund 2.000 Unternehmen – vom Global Player bis zum hoch spezialisierten Mittelständler. Mit 240 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2024 und mehr als 560.000 Beschäftigten in Deutschland zählt die Branche zu den stärksten Treibern für Innovation, Wohlstand und Zukunft. Für eine starke chemisch-pharmazeutische Industrie von heute und morgen ist der VCI in Deutschland, in Europa und weltweit aktiv.

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 Arne Hübner

Arne Hübner

Pressesprecher Chemikalienpolitik, Handelspolitik und Wirtschaft