Transfer und Skalierung stärken

Hightech Agenda braucht Umsetzung

17. Juni 2026 | Position

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Für eine wirksame Hightech Agenda braucht es bessere Vernetzung, einfache Förderung und starke Skalierung.

Der Transfer von Forschung in industrielle Anwendung ist entscheidend für Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit.
Der Transfer von Forschung in industrielle Anwendung ist entscheidend für Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit. - ©peterschreiber.media - stock.adobe.com

Die Hightech Agenda wird als Ansatz zur Stärkung technologischer Schlüsselbereiche begrüßt. Diese können eine starke Hebelwirkung für industriell wichtige Technologien in Deutschland entfalten. Damit der Transfer aus der Forschung in die Skalierung am Standort zuverlässig funktioniert, müssen die Projekte künftig auch Wertschöpfung bringende Anwendungsfelder adressieren. In der aktuellen Bewertung der Roadmaps wird deutlich: Eine Hightech Agenda allein kann eine kohärente strategische Innovationspolitik nicht ersetzen. Bundesressorts sollten ihre Aktivitäten anschlussfähig gestalten und in Vorbereitung sowie Begleitung über die Agenda hinausgehen.

Innovationssystem modernisieren

Zentral ist die Modernisierung des Innovationssystems. Erforderlich sind innovationsfreundliche Regulierung und weniger Bürokratie sowie ein Fördersystem mit modernen Instrumenten und Programmen, die den Bedarfen von Industrie und Wissenschaft entsprechen. Erst wenn diese strukturellen Aufgaben erfüllt sind, kann die Agenda zu mehr Wertschöpfung, Resilienz und technologischer Souveränität beitragen.

Zentrale Handlungsfelder

  1. Vernetzung stärken: Deutschland braucht ein durchgängig vernetztes Innovationsökosystem, das industrielle Anwenderperspektiven von Beginn an systematisch einbezieht.
  2. Innovationspolitik strategisch ausrichten und verlässlich finanzieren: Strategische Innovationspolitik ist weltweit ein zentrales Wettbewerbsinstrument. Notwendig sind klare technologische Prioritäten mit Fokus auf Wertschöpfungspotenziale sowie verlässliche Finanzierung und ressortübergreifend abgestimmte Umsetzung.
  3. Forschungsförderung vereinfachen: Konkrete Vorschläge liegen vor. Modell und Reallabore sollten konsequent genutzt werden.
  4. Neue Instrumente für Pilot und Demophase schaffen: Der Transfer muss stärker aus industriepolitischer Perspektive gedacht werden. Bestehende Initiativen reichen nicht aus, um industrielle Skalierung und Wertschöpfung in Deutschland zu sichern.
  5. Programme und Infrastrukturen an den Bedürfnissen ausrichten: Programme, Instrumente und Forschungsinfrastrukturen sollten konsequent auf ihre Nutzerinnen und Nutzer ausgerichtet werden. Die Industrie ist zentraler Partner bei Umsetzung und Anwendung.
  6. Standortpolitik ergänzen: Die Agenda entfaltet Wirkung nur im Zusammenspiel von Forschungspolitik, Förderung, Transfer, Skalierung und passender Regulierung. Sie ersetzt keine umfassende Standortpolitik.

Kontakt

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Dipl.-Volksw. Christian Bünger

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Digitalpolitik, Digitalisierung, Informatikausschuss

Dr. Ricardo Gent

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Biotechnologie, Geschäftsführung DIB

Dr. Martin Reuter

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Forschungs- und Technologiepolitik, Material- und Energieforschung

Dr. Denise Schütz-Kurz

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EU-Forschungs- und Technologiepolitik, Digitalisierung Forschung, Start-ups Chemie