Wertschöpfungsketten

Methanol sichert Wertschöpfung und ermöglicht Transformation

01. Oktober 2026 | Position

Downloads

Methanol sichert Wertschöpfung und Klimaschutz. Dafür braucht es wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen.

Eine wettbewerbsfähige Methanolproduktion stärkt industrielle Wertschöpfung und schafft die Grundlage für neue klimafreundliche Produktionswege. © Dushlik/stock.adobe.com
Eine wettbewerbsfähige Methanolproduktion stärkt industrielle Wertschöpfung und schafft die Grundlage für neue klimafreundliche Produktionswege. © Dushlik/stock.adobe.com

Methanol steht am Anfang zahlreicher industrieller Wertschöpfungsketten. Es wird unter anderem für Kunststoffe, Lacke und Farben, Klebstoffe sowie pharmazeutische Anwendungen benötigt. Gleichzeitig eröffnet es neue Wege für die Transformation. Aus erneuerbarem Wasserstoff und CO₂ hergestellt, kann Methanol als klimafreundlicher Rohstoff und Energieträger eingesetzt werden. Auch als Schiffskraftstoff, Ausgangsstoff für synthetisches Kerosin und Transportmedium für Wasserstoff gewinnt es an Bedeutung.

Doch die heimische Produktion steht unter Druck. Gegenüber 2020 ist das Produktionsvolumen in Deutschland bis 2022/23 um rund 40 Prozent gesunken, vor allem aufgrund hoher Energiekosten. Diese gefährden zugleich den Hochlauf klimafreundlicher Methanolproduktion und neuer methanolbasierter Wertschöpfungsketten. Deutschland ist bereits in erheblichem Umfang auf Importe angewiesen. Mit wachsender Nachfrage droht diese Abhängigkeit weiter zuzunehmen.

Dabei reicht die Bedeutung heimischer Methanolanlagen über ihre eigene Produktion hinaus. Sie sind häufig eng in Chemieverbünde integriert und nutzen Neben- und Restströme anderer Prozesse. Ihr Erhalt stärkt damit ganze Wertschöpfungsketten und die Resilienz des Industriestandorts.

Deutschland und Europa brauchen deshalb wettbewerbsfähige Energiepreise, wirksamen Schutz vor Carbon Leakage und langfristige Planungssicherheit für Investitionen. Für neue Produktionswege müssen zudem CO₂-Infrastruktur sowie leistungsfähige Logistik- und Transportwege ausgebaut und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden. Ein ausgewogener Mix aus wettbewerbsfähiger heimischer Produktion und diversifizierten Importquellen sichert die Versorgung. So können bestehende Verbundstrukturen erhalten und neue klimafreundliche Wertschöpfungsketten aufgebaut werden.

Kontakt

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

 Manuela Pieper

Manuela Pieper

Energiepolitik, Energieeffizienz, Energiesteuern, KWK, Prozesswärme