Wertschöpfungsketten

Erdgas bleibt strategischer Rohstoff

21. Juli 2026 | Position

Downloads

Erdgas ist für die Chemie weit mehr als ein Energieträger. Die stoffliche Nutzung muss stärker berücksichtigt werden.

Zahlreiche chemische Wertschöpfungsketten beginnen mit Erdgas als Rohstoff. © Photocreo Bednarek/stock.adobe.com
Zahlreiche chemische Wertschöpfungsketten beginnen mit Erdgas als Rohstoff. © Photocreo Bednarek/stock.adobe.com

Für die chemisch-pharmazeutische Industrie ist Erdgas ein unverzichtbarer Rohstoff. Als Kohlenstoffquelle wird es für die Herstellung wichtiger Grundstoffe wie Ammoniak, Methanol oder Acetylen benötigt. Rund ein Viertel des Erdgases der Branche wird stofflich genutzt und direkt in Produkte des täglichen Lebens umgewandelt.

Die daraus hergestellten Grundstoffe stehen am Anfang zahlreicher industrieller Wertschöpfungsketten. Sie werden unter anderem für Düngemittel, Kunststoffe, Lacke, Fasern oder weitere chemische Zwischenprodukte benötigt und sind damit Grundlage vieler Anwendungen des täglichen Lebens. Alternative Kohlenstoffquellen werden künftig an Bedeutung gewinnen, stehen derzeit jedoch nicht in ausreichenden Mengen und zu wettbewerbsfähigen Kosten zur Verfügung.

Während sich Erdgas energetisch zunehmend ersetzen lässt, ist die stoffliche Nutzung deutlich schwieriger zu substituieren. Auch künftig wird die chemisch-pharmazeutische Industrie auf kohlenstoffhaltige Moleküle als Rohstoffbasis angewiesen sein. Infrastruktur- und Transformationsstrategien müssen diesen Bedarf stärker berücksichtigen. Denn ohne Kohlenstoff gibt es keine chemische Wertschöpfung.

Kontakt

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

 Manuela Pieper

Manuela Pieper

Energiepolitik, Energieeffizienz, Energiesteuern, KWK, Prozesswärme