Wertschöpfungsketten

Chlorproduktion in Deutschland sichern

24. April 2026 | Position

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Die Basischemikalie ist ein Fundament industrieller Wertschöpfung, doch hohe Stromkosten gefährden die Produktion.

Die Chlorproduktion ist energieintensiv und ein zentraler Baustein industrieller Wertschöpfung in Deutschland. © industrieblick/stock.adobe.com
Die Chlorproduktion ist energieintensiv und ein zentraler Baustein industrieller Wertschöpfung in Deutschland. © industrieblick/stock.adobe.com

Chlor ist eine zentrale Basischemikalie der chemischen Industrie. Es steht am Anfang zahlreicher industrieller Wertschöpfungsketten und ist Voraussetzung für die Herstellung eines Großteils chemischer Produkte sowie moderner Medizin.

Doch die Chlorproduktion in Deutschland gerät zunehmend unter Druck. Hohe Energie- und CO₂-Kosten machen die extrem stromintensive Chloralkali-Elektrolyse immer weniger wettbewerbsfähig. Während andere Weltregionen deutlich bessere Produktionsbedingungen bieten, drohen hierzulande Produktionsrückgänge, Standortverlagerungen und der Verlust gewachsener industrieller Verbundstrukturen. Die Folgen wären gravierend. Unterbrochene Lieferketten und wegfallende Arbeitsplätze würden die industrielle Substanz Deutschlands gefährden.

Deshalb muss die Politik jetzt handeln. Deutschland braucht dauerhaft wettbewerbsfähige Strompreise, einen wirksamen Schutz vor Carbon Leakage sowie verlässliche und international anschlussfähige klimapolitische Rahmenbedingungen. Gleichzeitig muss die strategische Bedeutung der Chlorproduktion für Versorgungssicherheit und industrielle Resilienz stärker berücksichtigt werden.

Die Chlorproduktion ist ein Fundament industrieller Wertschöpfung und Versorgungssicherheit. Wird sie geschwächt, geraten ganze Branchen ins Wanken. Nur mit entschlossenem politischem Handeln bleibt die chemische Industrie ein starker Pfeiler des Industriestandorts Deutschland.

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 Manuela Pieper

Manuela Pieper

Energiepolitik, Energieeffizienz, Energiesteuern, KWK, Prozesswärme