Chemie³ startet neue Veranstaltungsreihe

Kreislaufwirtschaft als Wettbewerbsvorteil

13. Juli 2026 | Pressemitteilung

Mit der Roadshow zur Kreislaufwirtschaft macht Chemie³ deutlich: Die industrielle Transformation braucht innovationsfreundliche Rahmenbedingungen.

Die chemisch-pharmazeutische Industrie steht vor der Herausforderung, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, Abhängigkeiten von Rohstoffen und Lieferketten zu reduzieren und die Anforderungsprofile an die Arbeitsplätze von morgen zu entwickeln. Das sind die Themen, mit denen die Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³ heute ihre bundesweite „Roadshow zur Kreislaufwirtschaft“ startet. Die Veranstaltungen stehen unter dem Motto „Zirkuläres Wirtschaften als Chance in herausfordernden Zeiten“ und richten sich an Unternehmen und Arbeitnehmervertretungen der Branche.

Globale Unsicherheiten, volatile Märkte und steigende Abhängigkeiten von internationalen Lieferketten erfordern von den Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche neue Antworten: Die Kreislaufwirtschaft eröffnet neue Perspektiven für Geschäftsmodelle, Ressourceneffizienz und Beschäftigung.

Genau hier setzt das Chemie³-Format an: Es zeigt konkrete Lösungsansätze auf, fördert den Erfahrungsaustausch und bringt unterschiedliche Perspektiven zusammen. Die Reihe verbindet Fachvorträge, Praxisbeispiele, Roundtables zur Vertiefung der Veranstaltungsinhalte und weitere Austauschformate mit regionalen Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsnetzwerken. Ziel ist es, die Chancen der Kreislaufwirtschaft in ihrer Breite zu beleuchten und unterschiedlichen Ansätzen zusätzlichen Schub zu verleihen. Nach dem Auftakt in Stuttgart folgen weitere Stationen in Frankfurt am Main, Hannover, Bayern sowie weiteren Regionen Deutschlands.

„Kreislaufwirtschaft ist weit mehr als ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität. Sie ist ein strategischer Ansatz, um Ressourcen intelligenter zu nutzen, Innovationen voranzutreiben sowie Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz unseres Standorts zu stärken“, sagt Matthias Belitz, Bereichsleiter für Nachhaltigkeit, Energie und Klimaschutz beim VCI. „Gerade die chemisch-pharmazeutische Industrie kann einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, weitere Stoffkreisläufe zu schließen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.“

Auch die Perspektive der Beschäftigten spielt eine zentrale Rolle. Dazu erläutert Dr. Matthias Opfinger, Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik bei der IGBCE: „Die Transformation zur Kreislaufwirtschaft kann nur gelingen, wenn sie gemeinsam mit den Beschäftigten gestaltet wird. Dafür benötigen wir Qualifizierung, Weiterentwicklung von Kompetenzen und attraktive Rahmenbedingungen für die Arbeitsplätze von morgen.“

Dr. Andreas Ogrinz, Geschäftsführer Fachkräfte, Innovation, Europa beim BAVC, betont: „Die Technologien für eine zirkuläre Wirtschaft entstehen nicht im Labor allein. Sie brauchen Unternehmen, die den Mut haben, neue Wege zu gehen, und starke Partner entlang der Wertschöpfungskette. Die Chemie³-Reihe zur Kreislaufwirtschaft schafft genau diesen Raum für Austausch. Denn die großen Innovationssprünge gelingen dort, wo Forschung, Industrie und Beschäftigte gemeinsam an Lösungen arbeiten.“

Hintergrund/Zusatzinformation/Weiterführende Infos:

Mit ihrer Initiative Chemie³ wollen die Allianzpartner von Chemie³ – BAVC, IGBCE und VCI – Nachhaltigkeit als Leitbild in der chemischen Industrie verankern. Dazu hat Chemie³ zwölf „Leitlinien zur Nachhaltigkeit für die chemische Industrie in Deutschland“ erarbeitet und unterstützt ihre Mitglieder bei deren Anwendung im Unternehmensalltag.

Der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) ist der tarif- und sozialpolitische Spitzenverband der chemischen und pharmazeutischen Industrie sowie großer Teile der Kautschuk-Industrie und der kunststoffverarbeitenden Industrie. Er vertritt die Interessen seiner 10 regionalen Mitgliedsverbände mit 1.700 Unternehmen und 585.000 Beschäftigten gegenüber Gewerkschaften, Politik und Öffentlichkeit.

Die IGBCE ist mit rund 570.000 Mitgliedern die zweitgrößte Industriegewerkschaft Deutschlands. Sie gestaltet die Arbeitsverhältnisse für gut 1,1 Millionen Beschäftigte in mehr als einem Dutzend Branchen, darunter Chemie/Pharma/Biotech, Energie/Rohstoffe/Bergbau, Kunststoff/Kautschuk, Papier, Keramik oder Glas.

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) ist Europas größter Verband für Chemie, Pharma und Biotechnologie. Mit seinen 22 Fach- und 7 Landesverbänden repräsentiert er die Interessen von rund 2.000 Unternehmen – vom Global Player bis zum hoch spezialisierten Mittelständler. Mit 230 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2025 und rund 545.000 Beschäftigten in Deutschland zählt die Branche zu den stärksten Treibern für Innovation, Wohlstand und Zukunft. Für eine starke chemisch-pharmazeutische Industrie von heute und morgen ist der VCI in Deutschland, in Europa und weltweit aktiv.

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 Ilka Ennen

Ilka Ennen

Leiterin Pressestelle