Responsible Care

Responsible-Care-Landeswettbewerb 2019 in Hessen: Siegerehrung im Rahmen der Mitgliederversammlung am 27. Juni 2019 in Wiesbaden.

Sieger und Platzierte des hessischen RC-Landeswettbewerbs 2019
Sieger und Platzierte des hessischen RC-Landeswettbewerbs 2019
„Unser Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Lieferkette“ – unter diesem Motto stand der diesjährige Responsible-Care-Landeswettbewerb. Sieger und Platzierte ehrte der VCI Hessen heute bei seiner Mitgliederversammlung in Wiesbaden. Der jährlich stattfindende Wettbewerb ist ein Baustein der Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³ der deutschen Chemie.

 1. Platz: DAW - von links: Laudator Gerhard Eppler mit Gerhard Merten, Karin Laberenz und Derek Six
1. Platz: DAW - von links: Laudator Gerhard Eppler mit Gerhard Merten, Karin Laberenz und Derek Six

Den ersten Platz belegt der Baufarbenhersteller DAW SE aus Ober-Ramstadt mit dem eingereichten Projekt „DAW Lieferantenkodex“. Überzeugt haben die Jury die ganzheitliche Betrachtung sowie der breite Nachhaltigkeitsansatz, den das Unternehmen mit der Einführung des Lieferantenkodex verfolgt. Der Kodex umfasst die relevanten Aspekte einer Nachhaltigkeitsprüfung, beispielsweise den Umgang mit Mitarbeitern sowie Umweltschutz. Positiv empfand die Jury zudem die regelmäßigen Klassifizierungen und Beurteilungen der Lieferanten und der Austausch mit ihnen. Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Projekt, sondern Teil des Unternehmensverständnis bei DAW.

 2. Platz: Evonik - von links: Kerstin Oberhaus, Martin Kirchner, Denis Sepoetro mit Laudatorin Anne-Karin Walter
2. Platz: Evonik - von links: Kerstin Oberhaus, Martin Kirchner, Denis Sepoetro mit Laudatorin Anne-Karin Walter

Das Unternehmen Evonik Technology & Infrastructure GmbH mit Sitz in Hanau erhielt den zweiten Platz. Die Jury würdigte das Projekt „GISSus – GIS for Sustainability“, das mit standortübergreifend verfügbaren Analysen der wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte wie beispielsweise Arbeitsbedingungen und Nähe zu Naturschutzgebieten es ermöglicht, das Thema Nachhaltigkeit in den unternehmensinternen Abläufen konstant mitzudenken und einzuplanen, was die Ernsthaftigkeit des Engagements unter Beweis stellt.

 3. Platz: Agfa-Gevaert - von links: Hans-Peter Schult, Harald Peschel mit Laudator Peter Bartholomäus
3. Platz: Agfa-Gevaert - von links: Hans-Peter Schult, Harald Peschel mit Laudator Peter Bartholomäus

Den dritten Platz vergaben die Juroren an Agfa-Gevaert Graphic Systems GmbH in Wiesbaden für das Projekt „Optimierung der LKW-Verladung und Verbesserung der Transportlogistik“.

Die Jury lobte die Weiterentwicklung der Transportsysteme im Rahmen eines Prozessverbesserungsprogramms hin zu einem ressourcenschonenden Transport. Dabei konnte das Unternehmen beträchtliche Mengen Diesel-Kraftstoff einsparen und den CO²-Ausstoß verringern. Das Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, dass Optimierungen auch von lediglich einzelnen Schritten in der Logistikkette wesentlich zur Nachhaltigkeit beitragen und zudem auch kosteneffizient gestaltet werden können.

Der Jury gehörten an: Anne-Karin Walter, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Gerhard Eppler, Landesvorsitzender, NABU Hessen und Peter Stephan, Vorsitzender des CDU Landesfachausschusses Umwelt Energie.

Der Erstplatzierte des Landeswettbewerbs nimmt am Responsible-Care-Bundeswettbewerb des Verbandes der Chemischen Industrie e.V. (VCI) teil. Die Sieger des Bundeswettbewerbs werden am 26. September 2019 im Rahmen der VCI-Mitgliederversammlung in Berlin bekannt gegeben.

Zum Film über den Responsible-Care-Landeswettbewerb gelangen Sie hier.

Was ist Responsible Care?

Responsible Care ( RC ) ist eine weltweite Initiative der chemischen Industrie. Sie steht für den erklärten Willen verantwortlich zu handeln, unabhängig von gesetzlichen Vorgaben. Mit der Initiative wollen Unternehmen Produktverantwortung zeigen, Nachhaltigkeit fördern, mehr Sicherheit für Werke und Nachbarschaft schaffen, den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz und den Umweltschutz verbessern.

Responsible Care in Deutschland

In Deutschland gibt es Responsible Care bereits seit über 25 Jahren. Insgesamt beteiligen sich 53 nationale Chemieverbände an dem Programm. Handlungsgrundlage sind die elf Leitlinien des deutschen Responsible-Care-Programms in den sechs Handlungsfeldern Produktverantwortung, Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Anlagensicherheit und Gefahrenabwehr/Security, Transportsicherheit, Dialog.

Responsible Care international

Weltweit bestimmt die "Responsible Care Global Charter" die Ausrichtung des Responsible-Care-Programms in internationalen Unternehmen und nationalen Verbänden. Das Dokument besteht aus einer kurzen ethischen Verpflichtung auf sechs Aspekte:

  • Führungskultur im Unternehmen
  • Schutz von Mensch und Umwelt
  • Stärkung von Managementsystemen
  • Einbeziehung von Geschäftspartnern
  • Berücksichtigung von Anspruchsgruppen
  • Beitrag zur Nachhaltigkeit

Die "Responsible Care Global Charter" wird vom VCI in englischer Sprache veröffentlicht. Weitere Informationen finden Sie auf www.responsible-care.de oder auf der Seite des ICCA .

Wer kann sich beteiligen?

Alle Mitgliedsunternehmen des VCI können an der Initiative teilnehmen. Hierzu werden die Geschäftsleitungen einmal jährlich angeschrieben und um die Beantwortung des RC-Fragebogens gebeten. So werden die statistischen Umweltdaten ermittelt. Der VCI wertet die Daten aus und veröffentlicht sie im Responsible Care Bericht.

Unabhängig von gesetzlichen Regulierungen ist Responsible Care ein Leitmotiv für das Handeln von Unternehmensleitungen und Mitarbeitern zur kontinuierlichen Verbesserung zum Schutz von Mensch und Umwelt in der Praxis. Die Initiative reagiert auf neue Herausforderungen und bietet den Unternehmen der chemischen Industrie die Möglichkeit, ihr Engagement für die eigenen Mitarbeiter und die Gesellschaft aufzuzeigen.

Weitere Informationen über das deutsche Responsible-Care-Programm und die Responsible Care Global Charter gibt es unter www.responsible-care.de .