Zahlen und Fakten: Entwicklung in Hessen

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Die Branche in Zahlen

Entwicklung in der chemisch-pharmazeutischen Industrie in 2019 in Hessen

Die Umsätze in der chemisch-pharmazeutischen Industrie beliefen sich auf 27,9 Milliarden Euro. Das entspricht etwa einem Viertel der gesamten hessischen Industrie. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Anstieg von 3,4 Prozent. Davon entfielen rund 19 Milliarden Euro auf das Auslandsgeschäft (+5,3 Prozent). Das Inlandsgeschäft war mit - 0,5 Prozent leicht rückläufig und landete bei 8,9 Milliarden Euro. Die Beschäftigtenzahl betrug 60.976 und lag mit 0,2 Prozent leicht im Plus gegenüber dem Vorjahr. Damit ist unsere Branche größter industrieller Arbeitgeber in Hessen.

Chemie

Der Gesamtumsatz der klassischen Chemie legte mit 8,4 Prozent kräftig zu und erbrachte 16,2 Milliarden Euro. Im Inlandsgeschäft erlösten die Unternehmen 4,7 Milliarden Euro; auch hier konnte ein Zuwachst von 7,4 Prozent erzielt werden. Das Auslandsgeschäft erbrachte 11,6 Milliarden Euro mit ebenfalls kräftigem Zuwachs in Höhe von 8,8 Prozent. Die Beschäftigtenzahl lag in der Chemie bei 38.118. Diese Zahl beinhaltet einen leichten Rückgang um 1,1 Prozent.

Pharma

Der Pharma-Umsatz betrug 11,7 Milliarden Euro und war damit gegenüber dem Vorjahr mit 2,7 Prozent rückläufig. Im Ausland erzielten die hessischen Pharmaunternehmen Umsätze in Höhe von 7,4 Milliarden Euro; das war ein leichter Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent. Im Inland konnten Umsätze in Höhe von 4,3 Milliarden Euro erzielt werden. Das ergibt einen Rückgang zum Vorjahr in Höhe von -7,4 Prozent. Mit 22.843 Beschäftigten konnte Pharma die Beschäftigung um 2,4 Prozent ausbauen. Das Pharmasegment ist es auch, von dem in den letzten Jahren durchgängig Beschäftigungsimpulse für die chemisch-pharmazeutische Industrie insgesamt ausgingen.

Vergleich zu Gesamtdeutschland

Ein großer Teil der umfangreichen und vielfältigen Produktpalette der Chemie- und Pharmaindustrie besteht aus Vorleistungen – sowohl für andere Wirtschaftszweige als auch für andere Unternehmen der Branche selbst. Es werden aber auch Verbrauchsgüter hergestellt, wobei dieses Segment in Hessen überdurchschnittlich groß ausfällt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die chemisch-pharmazeutische Industrie in Hessen im Vergleich zur Branche bundesweit durch eine erheblich größere Bedeutung der Herstellung von Pharmazeutika charakterisiert ist: 42 % des Umsatzes der Branche im Jahr 2019 wurde mit pharmazeutischen Erzeugnissen erzielt. Auf diese Sparte entfällt auf Bundesebene nur ein Umsatzanteil von 26,6 %. Im Gegenzug spielt im Bund die Chemieproduktion (73,4 %) eine entsprechend wichtigere Rolle als in Hessen (55,4 %).

Quellen: Hessisches Statistisches Landesamt und Hessischer Konjunkturspiegel 4/2019.