Zahlen und Fakten: Entwicklung in Hessen

Die Branche in Zahlen

Die Chemie- und Pharmaindustrie in Hessen konnte 2021 bei Umsatz, Produktion und Verkaufspreisen klare Zuwächse verbuchen. Die Zuwächse bei der Beschäftigung, vor allem in der klassischen Chemie sind jedoch statistisch überzeichnet, da unterjährig einige Betriebe durch die amtliche Statistik der Chemie neu zugeordnet worden sind, wodurch ein künstlicher

„Beschäftigungsaufbau“ stattgefunden hat. Bereinigt bewegte sich die Anzahl der Mitarbeiter im Jahr 2021 ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres.

In der klassischen Chemie wuchsen die Umsätze vor allem über die Verkaufspreise. Im Pharmabereich war ein deutlicher Anstieg der Produktion ursächlich für die Umsatzzuwächse, die Verkaufspreise legten dort, aufgrund der stärkeren staatlichen Regulierungen, nur sehr moderat zu.

Die klassische Chemie hatte im Corona-Krisenjahr 2020 einen Umsatzrückgang von 7 Prozent Umsatzrückgang und ein Minus bei der Produktion von gut 2 Prozent hinnehmen müssen. In der Pharmasparte blieben diese Rückgänge, aufgrund der strukturell größeren Konjunkturunabhängigkeit, aus. Die Entwicklung in dieser Sparte setzte 2021 eher ihr Wachstum fort, wohingegen der klassische Chemiebereich stärker durch wirtschaftliche Erholung geprägt war.

Deutlich höhere Preise für Energie, Strom und Rohstoffe sowie sprunghaft gestiegene Logistikkosten und anhaltende Lieferengpässe belasteten jedoch die Geschäftsergebnisse. Diese Herausforderungen sind durch den ausgebrochenen Krieg in der Ukraine nochmals verstärkt worden. Seit diesem Zeitpunkt macht die überaus hohe Unsicherheit eine seriöse Einschätzung über die weitere wirtschaftliche Entwicklung für dieses Jahr de facto kaum möglich.

Download: Kurzüberblick – Jahresentwicklung 2021PDF | 378 kB | Stand: 06. Mai 2022

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