12. Oktober 2026 | Bericht
Seit 2004 bietet der Fonds der Chemischen Industrie mit dem Netzwerk „Female Research Equality“ eine Weiterbildung speziell für Doktorandinnen an.
31 Doktorandinnen, die der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) fördert, haben im Oktober 2026 am Seminar „Strategisch und erfolgreich kommunizieren“ teilgenommen, um neue Berufsbilder kennenzulernen, Kompetenzen zu festigen und ihr Netzwerk zu erweitern.
Die zweitägige Veranstaltung wird seit 2004 alle zwei Jahre vom FCI in Frankfurt durchgeführt und inhaltlich von den Mitgliedern des Netzwerks FREQ (Female Research Equality) gestaltet. Diesem Netzwerk gehören künftige und etablierte Hochschullehrerinnen in Chemie und Biochemie an, die selbst eine Förderung durch den FCI erfahren haben. Ziel von FREQ ist es, Frauen an Hochschulen in Forschung und Lehre zu stärken. Zu diesem Zweck treffen sich die Wissenschaftlerinnen regelmäßig, um sich über berufsrelevante Themen auszutauschen und den Kontakt untereinander auszubauen. Außerdem bringen sie ihre Expertise in das Seminar ein und stellen den Beruf der Hochschullehrerin aus verschiedenen Blickwinkeln vor. Dadurch werden interessierte Doktorandinnen auf die Möglichkeit der Hochschullaufbahn aufmerksam gemacht. Gleichzeitig haben sie Vorbilder und Ansprechpartnerinnen, falls sie diese Option für sich in Betracht ziehen.
Netzwerken auf dem Weg zur passenden Karriere
Das Seminar startete mit dem Praxislabor „Netzwerken will gelernt sein“. Dabei hatten die Teilnehmerinnen nicht nur Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen, sondern setzten sich auch intensiv mit der Frage auseinander, was erfolgreiches Netzwerken ausmacht, welchen Nutzen Netzwerke bieten und in welchen Situationen sie gezielt aufgebaut und gepflegt werden können. In praktischen Übungen konnten die neu gewonnenen Erkenntnisse unmittelbar erprobt und angewendet werden. Mitglieder des FREQ-Netzwerks ergänzten das Praxislabor mit persönlichen Erfahrungsberichten und verdeutlichten, welche wichtige Rolle Netzwerke sowohl für die wissenschaftliche Karriere als auch darüber hinaus spielen können.
Im weiteren Verlauf des Seminars erhielten die Teilnehmerinnen vielfältige Einblicke in unterschiedliche Karrierewege. Berufseinsteigerinnen berichteten von ihren persönlichen Erfahrungen und teilten wertvolle Erkenntnisse mit den Doktorandinnen. Neben Karriereperspektiven in der Industrie und der Wissenschaft wurden weitere Berufsfelder für Chemikerinnen vorgestellt. Ergänzend erhielten die Teilnehmerinnen praxisnahe Impulse und hilfreiche Tipps zu Bewerbungsprozessen sowie Selbstmanagement.
Am zweiten Seminartag stand das Thema Gender Equity im Mittelpunkt. Unter der Überschrift „Responding to Microaggressions“ beschäftigten sich die Teilnehmerinnen mit unterschiedlichen Situationen und Handlungsoptionen im Umgang mit Mikroaggressionen. In interaktiven Übungen konnten sie verschiedene Szenarien durchspielen, mögliche Reaktionen erproben und daraus konkrete Handlungsstrategien für den eigenen (Berufs-)Alltag entwickeln.
Den Abschluss des Seminars bildete ein World Café zum Thema Karrierewege und Zukunftsgestaltung. Hier griffen die Teilnehmerinnen zentrale Impulse der beiden Seminartage noch einmal auf, tauschten unterschiedliche Perspektiven aus und reflektierten, welche Aspekte für die Gestaltung des eigenen beruflichen Weges von besonderer Bedeutung sind.
Weitere Informationen zum Netzwerk FREQ finden Sie hier
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