„Jugend forscht"

Preisträger 2019 ausgezeichnet: Fonds der Chemischen Industrie stiftet acht Preise

Die Siegerinnen und Sieger des 54. Bundesfinales von Jugend forscht stehen fest. In Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sowie dem Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft Prof. Dr. Reimund Neugebauer wurden die talentierten Jungforscherinnen und Jungforscher bei der Siegerehrung in Chemnitz ausgezeichnet.

© Stiftung Jugend Forscht e.V.
190 Jugendliche mit insgesamt 111 innovativen Projekten – davon 25 Teilnehmer mit 13 Projekten im Fachgebiet Chemie – hatten sich für das diesjährige Bundesfinale von „Jugend forscht“ qualifiziert. Für die Chemie ist seit Jahren der Fonds der Chemischen Industrie Preisstifter auf Landes-, Regional- und Bundesebene.

Alle Finalisten warteten am 19. Mai in Chemnitz gespannt, wer die Auszeichnung als Deutschlands beste Jungforscherinnen und -forscher erhalten würde. Unter den prämierten Projekten der Chemie fanden sich aktuelle Themen wie die Beseitigung von Ölverschmutzungen, Reinigung umweltbelastender Abwässer und regenerative Energiespeicher.

Das Sieger-Projekt

Paul Kunisch (17) und Thomas Derra (16) aus Bayern errangen den Bundessieg im Fachgebiet Chemie. Sie entwickelten ein neuartiges, kostengünstiges Bindemittel zur Bekämpfung von Ölteppichen auf Gewässern. Dazu imprägnierten sie Zellstoff, Baumwolle, Sägespäne und Vliese mit einem Leimungsmittel aus der Papierindustrie und erzielten so eine höhere Saugkraft als herkömmliche Ölbinder.

© Stiftung Jugend Forscht e.V.
Die Jungforscher überzeugten die Jury durch die erfolgreiche Entwicklung einer einfachen, cleveren und kostengünstigen Problemlösung, wobei Sie die Wissenschaftlichkeit stets im Blick behielten.


Hintergrund

Den 54. Bundeswettbewerb richtete die Stiftung Jugend forscht e. V. zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU als Bundespateninstitution in der Messe in Chemnitz aus.

Der Fonds der Chemischen Industrie stiftete verschiedene Preise. Traditionell gab es wie in den Vorjahren fünf Preise im Fachgebiet Chemie sowie drei Sonderpreise. Die drei Sonderpreise, die mit je 1.000 Euro dotiert sind, wurden wie gehabt für den Bereich Biotechnologie, für eine Arbeit mit großer Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung in der Chemie und für chemische Nanotechnologie vergeben. Insgesamt liegt die Höhe der Fonds-Preisgelder auch im 53. Bundeswettbewerb wieder bei 10.500 Euro.

Seit 2011, dem Internationalen Jahr der Chemie, stiftet der Fonds bei Jugend forscht zusätzlich zu den genannten Preisen im Bundeswettbewerb auch die Chemiepreise bei allen Regional- und Landeswettbewerben. Insgesamt engagiert sich der Fonds mit 50.000 Euro bei Jugend forscht und gehört damit seit 2011 zu den Haupt-Förderern von Jugend forscht.

Die weiteren Preisträger 2018

2019 ging der zweite Preis im Fachgebiet Chemie an Darius Fenner (17), Otto-Schott-Gymnasium in Mainz-Gonsenheim mit dem Projektthema „Wenn Moleküle pendeln“. Den dritten Preis vergab die Jury an Fritz Henke (18) vom Joliot-Curie-Gymnasium im Görlitz für „Bioreiniger für Textilabwässer“. Den vierten Chemie-Preis erhielt das Dreier-Team aus Hagen Carstensen (18), Jasper Nickelsen (17) und Lars Ebel (18) von der Hermann-Tast-Schule in Husum für „Biogasreaktoren als Redox-Flow-Batterien“. Den fünften der vom Fonds gestifteten Chemie-Preise konnten Fabian Krebs (17) und Anna-Noemi Lotz (17) vom Romian-Rolland-Gymnasium in Berlin für „Cleveres Stromspeichern“ mit nach Hause nehmen.

Die Sonderpreise

Den ersten der Fonds-Sonderpreise, den Preis für Biotechnologie, vergab die Jury an Christos Assiklaris (17), Albert-Schweitzer-Schule, Offenbach am Main für sein Projekt „Plastikmüll als Pilznahrung“. Der zweite Fonds-Sonderpreis, der Preis für eine nachhaltige Entwicklung in der Chemie, ging an Jan Felix Schuster (19) von der Jacobs Universität Bremen mit dem Thema „Fischen nach Neodym“. Den dritten Sonderpreis des Fonds, den Preis für chemische Nanotechnologie, vergab die Jury an Robin Schönegg (17) und Franziska von Wulffen (18) vom Schülerforschungszentrum Südwürttemberg, Bad Saulgaub für „Magnete gegen Schadstoffe“.

Dieses Jahr ging auch der Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, an ein Chemikerteam. Mit Ihrem Projekt „Eiweisse, die leuchten“ kombinierten Milena Wiegand (18), Max Asenow (18) und Tina Munkewitz (18) aus Thüringen die Fachgebiete Chemie, Biologie und Informatik zu einem exzellenten Gesamtergebnis.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dr. Verena Weidmann

E-Mail: weidmann@vci.de