Fonds der Chemischen Industrie zeichnet Editorenteam aus

Literaturpreis der chemischen Industrie 2019 für das Buch „Diffusive Spreading in Nature, Technology and Society“

Der in diesem Jahr mit insgesamt 20.000 Euro dotierte Literaturpreis des Fonds der Chemischen Industrie (FCI) geht gemeinsam an Professor Dr. Armin Bunde, Professor Dr. Jürgen Caro, Professor Dr. Jörg Kärger und Professor em. Dr. Gero Vogl.

Die vier Preisträger von links: Professor Dr. Armim Bunde, Professor Dr. Jürgen Caro, Professor Dr. Jörg Kärger, Professor Dr. em. Gero Vogel. - Foto: © Erich Malter / Erlangen
Die vier Preisträger von links: Professor Dr. Armim Bunde, Professor Dr. Jürgen Caro, Professor Dr. Jörg Kärger, Professor Dr. em. Gero Vogel. - Foto: © Erich Malter / Erlangen




Pressemitteilung des
Fonds der Chemischen Industrie im
Verband der Chemischen Industrie e.V.

Sie wurden auf der Konferenz „Diffusion Fundamentals VIII“ in Erlangen für ihr Buch „Diffusive Spreading in Nature, Technology and Society“ ausgezeichnet.

Cover:
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Das Autorenteam hat ein Werk vorgelegt, betont der FCI in der Begründung, das sich von vielen Büchern dieser Art unterscheidet. Das Buch umfasst nicht nur eine Sammlung von individuellen Beiträgen, sondern illustriert in abgestimmter Weise viele Aspekte der Diffusion in der Natur, der Technologie und der Gesellschaft. So wird zum Beispiel nicht nur die Diffusion von Molekülen in und auf kondensierter Materie angesprochen, sondern auch die turbulente Diffusion in der Atmosphäre sowie die Bewegung von Fischen, Insekten und Vögeln bei der Suche nach Nahrung diskutiert. „Dank dieser vielschichtigen Betrachtung ist das vorgelegte Werk sicherlich für eine breite Leserschaft von Interesse“, unterstreicht der Fonds der Chemischen Industrie.

Über die Autoren

Professor Dr. Armin Bunde, Jahrgang 1947, studierte Physik an den Universitäten Gießen und Stuttgart. Im Jahr 1974 promovierte er in der Arbeitsgruppe von Professor Walter Biem. Nach der Habilitation 1982 in Konstanz erhielt er 1983 ein Heisenberg-Stipendium und ein Jahr später den Carl-Wagner-Preis. Zwischen 1984 und 1987 war er Gastwissenschaftler an den Universitäten Boston und Tel Aviv. 1987 ging er als Professor an die Universität Hamburg und wechselte 1993 als ordentlicher Professor für theoretische Physik an die Universität Gießen. Seine Arbeit widmet sich vielen Facetten der interdisziplinären Forschung, einschließlich der Verbreitung ungeordneter Materialien, weitreichender Korrelationen in literarischen Texten, extremer Finanzmärkte und Klimavariabilität. In Zusammenarbeit mit israelischen Wissenschaftlern konnte er mit einem neuen Algorithmus das Wetterphänomen „El Niño“ über ein Jahr im Voraus vorhersagen, früher als dies je zuvor möglich war.

Professor Dr. Jürgen Caro, Jahrgang 1951, studierte Chemie an der Universität Leipzig. 1977 promovierte er in der Arbeitsgruppe von Professor Jörg Kärger. Anschließend wechselte Professor Caro nach Berlin Adlershof, wo er am Zentralinstitut für Physikalische Chemie der Akademie der Wissenschaften der Deutschen Demokratischen Republik promovierte und 1989 auf dem Gebiet der porösen Materialien als Katalysatoren und Adsorbentien einen weiteren Doktortitel erwarb. Im Jahr 1992 habilitierte er an der Universität Leipzig und wurde im gleichen Jahr Leiter der Abteilung Funktionale Materialien am neu gegründeten Institut für Angewandte Chemie in Berlin Adlershof. 2001 wechselte er als ordentlicher Professor für Physikalische Chemie an die Leibniz Universität Hannover. In den Jahren 2013 bis 2017 war er zudem Gastprofessor an der chinesischen Akademie der Wissenschaften in Ningbo, der „Dalian University of Technology“ und der Universität Panjin in China. Zudem wurde er im Jahr 2013 Direktor des „European Nanoporous Materials Institute of Excellence“.

Professor Dr. Jörg Kärger, Jahrgang 1943, studierte Physik an der Universität Leipzig, wo er 1970 promovierte. Anschließend erfolgte im Jahr 1978 die Promotion B (1991 Umwandlung in Habilitation) und im Jahr 1989 der Ruf auf eine außerordentliche Professur sowie 1994 auf eine ordentliche Professur für Experimentalphysik/Grenzflächenphysik an der Universität Leipzig. Neben einigen Gastaufenthalten in Tschechien, Russland, Frankreich und Kanada blieb er der Universität Leipzig bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2009 treu. Seine Arbeit widmete sich der Erforschung von Diffusionsphänomenen im Allgemeinen und der Entwicklung neuer experimenteller Techniken zur Untersuchung der Diffusion in nanoporösen Materialien. Neben dem heute ausgezeichneten veröffentlichte er weitere Bücher, darunter „Diffusion in Condensed Matter“ (Springer 2005), „Leipzig, Einstein, Diffusion“ (Leipziger Universitätsverlag 2007) und „Diffusion in Nanoporous Materials “(Wiley-VCH 2012), die auf diesem Gebiet zum Standard wurden.

Professor em. Dr. Gero Vogl, Jahrgang 1941, begann 1959 sein Physikstudium an der Universität Wien, welches er 1965 mit der Promotion unter Betreuung von Professor Brigitte Weiß abschloss. Anschließend wechselte er an die Fakultät für Physik der Technischen Universität München, an der er 1974 habilitierte. 1977 wurde er Professor für Experimentalphysik an der Freien Universität Berlin und kehrte 1985 als ordentlicher Professor für Physik zurück an die Universität Wien. Sein Forschungsschwerpunkt lag auf der Dynamik fester Materie, genauer gesagt auf Gitterschwingungen und insbesondere der Diffusion. 2009 emeritierte Professor Vogl von der Universität Wien. Mit seiner Pensionierung begann er jedoch wie schon viele Male zuvor einen neuen Karriereweg und forscht interdisziplinär zum Beispiel an der Verwendung von physikalischen Modellen, um zu verstehen, was den Sprachwandel antreibt. Ein Phänomen, das einen Großteil der heutigen Sprachen auszulöschen droht.


Hinweis:
Zwei Gruppenfotos der Literaturpreisträger des Fonds der Chemischen Industrie und das Cover des prämierten Buches in druckfähiger Auflösung finden Sie im Download-Bereich im Kopf dieser Seite.


Der Fonds der Chemischen Industrie wurde 1950 gegründet und ist das Förderwerk des Verbandes der Chemischen Industrie. 2019 stellt er knapp 12 Millionen Euro für die Grundlagenforschung, den wissenschaftlichen Nachwuchs und den Chemieunterricht an Schulen zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie unter www.vci.de/fonds .

Kontakt: VCI-Pressestelle, Telefon: 069 2556-1496, E-Mail: presse@vci.de
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Ansprechpartner

Stud. Ass. Manfred Ritz

E-Mail: ritz@vci.de