Dozentenpreis des Fonds

© Universität Bonn, B. Frommann

Der Dozentenpreis des Fonds der Chemischen Industrie wurde am 11. Juni 2026 an Jun.-Prof. Dr. Alessandro Bismuto von der Universität Bonn verliehen.

Alessandro Bismuto studierte Chemie in Neapel und promovierte anschließend an der University of Edinburgh unter der Betreuung von Stephen Thomas und Michael Cowley. Dabei beschäftigte er sich mit der Entwicklung neuer katalytischer Anwendungen von Aluminiumhydriden in der Hauptgruppenkatalyse.

Nach seiner Promotion folgte ein Forschungsaufenthalt an der University of California, Berkeley bei John F. Hartwig im Rahmen eines Mobility Fellowships der Royal Society of Chemistry, bevor er als Postdoktorand an die ETH Zürich zu Bill Morandi wechselte. Dort arbeitete er an mechanistischen Fragestellungen der Übergangsmetallchemie, insbesondere zu Palladium-, Nickel-, Ruthenium- und Iridium-vermittelten Reaktionen. Im Jahr 2021 erhielt er ein Liebig-Stipendium und gründete seine erste unabhängige Nachwuchsgruppe in Göttingen, bevor er 2023 auf eine Tenure-Track-Professur an die Universität Bonn berufen wurde.

Jun.-Prof. Dr. Bismuto ist mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Liebig-Stipendium, dem JSP Fellowship zur Teilnahme an der Bürgenstock-Konferenz sowie dem Thieme Chemistry Journal Award.

In seiner aktuellen Forschung beschäftigt sich Herr Bismuto mit der Chemie schwerer Pnictogene an der Schnittstelle von Hauptgruppen- und Übergangsmetallchemie. Im Fokus stehen neue Antimon- und Bismutverbindungen sowie deren Einsatz in katalytischen und photochemischen Prozessen, insbesondere im Kontext lichtinduzierter Reaktivität und funktionaler Materialien.


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