13. Januar 2026 | Bericht
Die Bundesregierung will mit einem neuen Dialog die Wettbewerbsfähigkeit der Gesundheitswirtschaft stärken.
Mitte November hat die Bundesregierung gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der industriellen Gesundheitswirtschaft den Pharma- und Medizintechnikdialog eröffnet. Ziel dieses strukturierten Austauschs ist es, die Rahmenbedingungen für die pharmazeutische Industrie und die Medizintechnikbranche in Deutschland nachhaltig zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu stärken.
Auftakt im Bundeskanzleramt
Der Start des Dialogs fand im Bundeskanzleramt statt – unter Federführung des Bundesministeriums für Gesundheit und Beteiligung weiterer Ressorts wie Wirtschaft, Finanzen und Forschung. Eingeladen waren Akteure aus Industrie, Wissenschaft, Selbstverwaltung sowie Patientenvertretungen.
In den kommenden Monaten werden sechs Arbeitsgruppen konkrete Handlungsempfehlungen erarbeiten. Die Themen reichen von der Versorgung mit patentfreien Arzneimitteln über Digitalisierung und KI bis hin zu Preisbildung, Nutzenbewertung und Medizintechnik.
Bedeutung für die Gesundheitswirtschaft
Die Bundesregierung reagiert damit auf die wachsende Bedeutung der industriellen Gesundheitswirtschaft. Die Pharma- und Medizintechnikindustrie gilt als Schlüsselbranche für Innovation, Versorgungssicherheit und Krisenresilienz. Angesichts globaler Unsicherheiten, Fachkräftemangel und demografischem Wandel ist die Weiterentwicklung der Pharmastrategie zu einer umfassenden Pharma- und Medizintechnikstrategie wichtiger denn je. Erste Ergebnisse des Dialogs sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 vorliegen.
Chancen für Hessen
Für Hessen als bedeutenden Standort der pharmazeutischen Industrie bietet dieser Prozess die Chance, die Interessen der Branche aktiv einzubringen und die Zukunftsfähigkeit des Standorts zu sichern.
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