Dialog auf Bundesebene

Impulse für die Chemieagenda

13. Januar 2026 | Bericht

Im Dezember 2025 fand in Berlin der Auftakt zur Chemieagenda auf Bundesebene statt.

 © VCI
© VCI

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Industrie und Verbänden diskutierten zentrale Themen für die Zukunft der chemischen Industrie.

Die Agenda des Gipfels umfasste:

  • Industriestrompreis und Strompreiskompensation: Bundesebene unterstützt die Forderung, beide Instrumente miteinander zu verzahnen.
  • Emissionshandel (ETS I) und CBAM: Diese Themen müssen gemeinsam gedacht werden – Unterstützung wurde zugesagt.
  • IED/Umweltomnibus: Industrie fordert eine bürokratiearme Lösung.
  • REACH: Keine Notwendigkeit für eine Neuregelung durch die EU-Kommission.
  • Handelspolitik: Fokus auf Handelsabkommen, Safeguard Measures und Leitmärkte.
  • Künstliche Intelligenz: Einigkeit über die Bedeutung von KI, ohne den Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren.

Was bedeutet das für Hessen?

Das hessische Wirtschaftsministerium ist aktiv in den Prozess eingebunden. Für die hessische Chemieindustrie – mit ihrer starken Basis in Forschung, Innovation und Mittelstand – bietet die Chemieagenda die Chance, zentrale Standortfragen direkt auf Bundesebene zu adressieren. Themen wie Energiepreise, Klimapolitik und Bürokratieabbau sind entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der hessischen Unternehmen. Zudem können hessische Erfahrungen in die Arbeitsgruppen einfließen und bundesweit Impulse setzen.

Wie geht es weiter?

Die Chemieagenda wird in drei Arbeitsgruppen fortgeführt:

  • Energie- und Klimapolitik
  • Innovation und Zukunftsmärkte
  • Regulierung und Wettbewerbsfähigkeit

Von Mitte Januar bis Ende Februar finden jeweils zwei Sitzungen pro Arbeitsgruppe statt. Im März werden die Ergebnisse konsolidiert und abgestimmt, bevor Ende März ein gemeinsames Abschlusspapier veröffentlicht wird.

Die Arbeitsweise setzt auf kleine Roundtables mit VCI, Start-ups, Gewerkschaften, Bundesressorts und Ländervertretern – unter Einbeziehung bestehender Initiativen wie dem NRW-Chemie-Pakt.

Kontakt

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

 Sula Lockl

Sula Lockl

Geschäftsführerin