Energieinfrastruktur

VCI Hessen beteiligt an Zukunftsnetz Hessen

11. Februar 2026 | Bericht

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Mit dem Start des Zukunftsnetzes Hessen bringt sich die chemisch-pharmazeutische Industrie aktiv in die strategische Weiterentwicklung einer verlässlichen und zukunftsfähigen Energieinfrastruktur ein.

Vertreterinnen und Vertreter von Stromnetzbetreibern, Stadtwerken, Kommunen, aus der Industrie und Wirtschaftsverbänden engagieren sich im Zukunftsnetz Hessen. © HMWVW
Vertreterinnen und Vertreter von Stromnetzbetreibern, Stadtwerken, Kommunen, aus der Industrie und Wirtschaftsverbänden engagieren sich im Zukunftsnetz Hessen. © HMWVW

Die Teilnahme am vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum initiierten Zukunftsnetz Hessen bietet der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Hessen neue Möglichkeiten, sich aktiv in den Dialog zur Weiterentwicklung der Energieinfrastruktur einzubringen. Das Zukunftsnetz wurde am 6. Februar 2026 offiziell gestartet.

Bedeutung einer verlässlichen Energieinfrastruktur

Für die energieintensive chemisch-pharmazeutische Industrie ist eine sichere, bezahlbare und ausbaufähige Energieversorgung ein zentraler Standortfaktor. Im Zuge der Transformation hin zu klimaneutralen Produktionsprozessen gewinnt eine vorausschauende Weiterentwicklung der Stromnetze weiter an Bedeutung.

Der gemeinsam mit den Netzbetreibern Amprion und TenneT sowie dem House of Energy gestartete Prozess hat das Ziel, Planungsgrundlagen zu bündeln und regionale Entwicklungen frühzeitig sichtbar zu machen. Dies entspricht einem wichtigen Anliegen der Branche: Die Transformation der Energienutzung kann nur gelingen, wenn Netzausbau, Elektrifizierungsstrategien und industrielle Bedarfe miteinander verzahnt werden.

Investitionssicherheit durch abgestimmte Planung

Die chemische Industrie arbeitet mit Hochdruck an Dekarbonisierungsstrategien – von Power-to-Heat-Lösungen über elektrische Prozesswärme bis hin zur schrittweisen Nutzung von grünem Wasserstoff. Diese Entwicklungen führen zu veränderten Laststrukturen und steigenden Strombedarfen.

Die frühzeitige Berücksichtigung solcher Parameter ist entscheidend, um Planungsrisiken zu reduzieren und Investitionsentscheidungen abzusichern.

Beiträge der Industrie im Prozess

Gemeinsam mit Mitgliedsunternehmen bringt sich die Branche in die geplanten Vertiefungsformate ein und stellt die erwarteten Bedarfsentwicklungen transparent dar. Dazu gehören insbesondere:

  • erwartete zusätzliche Stromverbräuche durch die Elektrifizierung chemischer Prozesse
  • Anforderungen an Netzstabilität und Versorgungssicherheit
  • die Bedeutung leistungsfähiger Netzinfrastrukturen für Produktionsstandorte
  • Hinweise auf mögliche regionale Engpässe

Aus Sicht der Industrie ist es wesentlich, dass die Ergebnisse des Zukunftsnetzes in die Netzentwicklungsplanung sowie in landes- und bundesweite energiepolitische Strategien einfließen.

Gemeinsam für eine zukunftsfähige Energieversorgung

Die Initiative des Landes ist ein wichtiger Schritt, um Transparenz, Planungssicherheit und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Netzbetreibern, Kommunen und Industrie zu schaffen. Nur wenn der Ausbau der Energieinfrastruktur mit der dynamischen Transformation industrieller Prozesse Schritt hält, kann die Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandorts Hessen langfristig gesichert werden.

Kontakt

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Syndikusrechtsanwältin Ursula Kirchner

Syndikusrechtsanwältin Ursula Kirchner

Energiepolitik