Rheingauer Dialog

Chemie im Gespräch mit dem Umweltministerium

21. April 2026 | Bericht

Chemisch-pharmazeutische Industrie und hessisches Umweltministerium tauschen sich über aktuelle Herausforderungen aus.

Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie und dem hessischen Umweltministerium beim Rheingauer Dialog. © vhu
Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie und dem hessischen Umweltministerium beim Rheingauer Dialog. © vhu

Beim jährlich stattfindenden Rheingauer Dialog kommen Vertreterinnen und Vertretern der chemisch-pharmazeutischen Industrie und dem hessischen Umweltministerium zusammen, um sich über die aktuellen Herausforderungen auszutauschen. Beim Treffen vom 17. April standen die aktuell angespannte wirtschaftliche Lage der Industrie sowie die Frage im Mittelpunkt, welche politischen Rahmenbedingungen in Hessen notwendig sind, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

So waren konkrete Themen des Gesprächs der Abbau bürokratischer Belastungen, die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren sowie aktuelle regulatorische Entwicklungen auf europäischer und nationaler Ebene.

Positive Ansätze, aber weiter hoher Handlungsbedarf

Die Hessische Landesregierung brachte einige positive Lösungsansätze ein. Dazu zählen insbesondere die hessischen Entbürokratisierungsgesetze sowie eine ausgewogene Positionierung im Bundesrat zu wichtigen Vorhaben wie PFAS, der EU-Kommunalabwasserrichtlinie und der EU-Industrieemissionsrichtlinie.

Angesichts der Vielzahl zusätzlicher Änderungen im materiellen Recht reichen diese Schritte aus Sicht der Industrie jedoch noch nicht aus. Denn der damit verbundene Aufwand bindet erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen und erschwert Investitionsentscheidungen.

Dialog als Schlüssel für wettbewerbsfähige Umweltpolitik

Für die chemisch-pharmazeutische Industrie in Hessen ist eine verlässliche Umweltpolitik von zentraler Bedeutung, die es den Unternehmen ermöglicht, im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu sein. Der kontinuierliche Dialog mit dem Umweltministerium sowie mit der gesamten Landesregierung bleibt daher essenziell. Er ist auch notwendig, um hessische Positionen wirksam auf Bundes- und EU-Ebene einzubringen und eine effiziente Industriepolitik zu unterstützen.

Der Rheingauer Dialog hat deutlich gemacht, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Politik und Industrie ist, um gemeinsame Lösungsansätze für die Transformation des Standorts Hessen zu entwickeln.

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 Anne Meister

Anne Meister

Umweltpolitik