Chemikum Marburg

Hotspot für MINT-Bildung

12. Juni 2026 | Bericht

Der neue MarBiNa-Nachwuchspreis zeigt, wie praxisnah MINT-Bildung junge Talente früh fördert.

Schülerinnen und Schüler beim MarBiNa-Nachwuchspreis im Chemikum Marburg. © Stadt Marburg / Frauenstein
Schülerinnen und Schüler beim MarBiNa-Nachwuchspreis im Chemikum Marburg. © Stadt Marburg / Frauenstein

Der Verband der Chemischen Industrie Hessen blickt mit großer Freude auf die erfolgreiche Premiere des MarBiNa-Nachwuchspreises zurück. Die Auszeichnung wurde im Rahmen des ersten Schülerkongresses des MINT-Clusters „EMIL-IA“ im Chemikum Marburg verliehen. Als langjähriger Kooperationspartner hat der VCI Hessen den Kongress aktiv begleitet.

Im Mittelpunkt des Wettbewerbs stand das Thema Ernährung. Zehn Schülerteams aus Stadt und Landkreis Marburg-Biedenkopf präsentierten ihre Forschungsprojekte und zeigten eindrucksvoll, mit wie viel Neugier, Kreativität und wissenschaftlichem Anspruch sie Fragestellungen rund um Lebensmittel und Ernährung bearbeitet haben. Die Bandbreite reichte von Untersuchungen zur Wirkung einzelner Lebensmittel über Backprozesse bis hin zur Bewertung von Schulverpflegung.

Kooperation als Grundlage erfolgreicher Nachwuchsförderung

Der Wettbewerb wurde gemeinsam von mehreren Partnern umgesetzt. Dazu zählen die Initiative für Bio- und Nanotechnologie e. V. (IBiNa), das Schülerforschungszentrum Mittelhessen, das MINT-Cluster „EMIL-IA“ sowie der Verband der Chemischen Industrie Hessen.

Die enge Zusammenarbeit zeigt, wie gut sich außerschulische Lernorte, Wissenschaft und regionale Akteure ergänzen. Gemeinsam leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Förderung junger Talente in den Naturwissenschaften.

Das große Engagement der teilnehmenden Schulen und die Vielfalt der eingereichten Arbeiten unterstreichen den Erfolg des Formats. Der MarBiNa-Nachwuchspreis verdeutlicht, wie früh Interesse an naturwissenschaftlichen Fragestellungen geweckt werden kann, wenn Schülerinnen und Schüler Raum für eigenes Forschen und Experimentieren erhalten.

Ergänzende Bildungsangebote im Chemikum

Auch die kontinuierliche Weiterentwicklung praxisnaher Bildungsformate spielt im Chemikum Marburg eine zentrale Rolle. Der Wasser-Workshop vom 29. April bis 13. Mai 2026 erreichte über 100 Teilnehmende.

Das zweigeteilte Konzept verband experimentelles Arbeiten mit naturwissenschaftlicher Beobachtung. Im ersten Teil standen chemische Eigenschaften und Versuche im Fokus, im zweiten Teil biologische Aspekte sowie die Untersuchung von Wasserproben aus der Lahn.

Ergänzend fand im Januar eine Fortbildung für Grundschullehrkräfte zur Basis-Chemiekiste statt. Diese wird inzwischen an rund 800 hessischen Schulen eingesetzt und durch den Verband der Chemischen Industrie Hessen unterstützt. Mit 40 Experimenten zu Feuer, Wasser und Luft ermöglicht sie einen praxisnahen Zugang zur Chemie im Sachunterricht und unterstützt Lehrkräfte bei der Vermittlung naturwissenschaftlicher Grundlagen.

Neue Versuchsreihe zur Lumineszenz

Ein weiteres Projekt ist bereits in Vorbereitung: Eine neue Versuchsreihe zur Lumineszenz. Sechs Stationen werden das Phänomen anschaulich vermitteln.

Ein begleitender Versuchsflyer führt die Schülerinnen und Schüler durch die einzelnen Stationen und regt mit gezielten Fragestellungen zum eigenständigen Experimentieren an.

Kontakt

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

 Heike Blaum

Heike Blaum

Bildungspolitik