Ministerpräsidentenkonferenz

Hessen setzt starkes Signal für Pharma und Chemie

01. Juli 2026 | Pressemitteilung

Die Ministerpräsidentenkonferenz hat den Pharma- und Chemiestandort Deutschland auf die politische Agenda gesetzt.

Dass die Beschlussvorlage von der Hessischen Landesregierung eingebracht wurde, ist ein wichtiges Signal. Der VCI Hessen begrüßt ausdrücklich, dass die Länder die Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und Versorgungssicherheit der Branche gemeinsam stärken wollen. Jetzt kommt es darauf an, die angekündigten Maßnahmen zügig umzusetzen.

Mit mehr als 25.000 Beschäftigten, einer außergewöhnlich hohen Forschungsintensität und international führenden Produktions- und Entwicklungsstandorten ist die Pharmabranche eine tragende Säule der hessischen Wirtschaft. Gleichzeitig ist die Pharmaindustrie eng mit der chemischen Industrie verflochten, denn Wirkstoffe, Vorprodukte, Spezialchemikalien und moderne Produktionsverfahren entstehen in integrierten Wertschöpfungsketten. Nur wenn beide Branchen wettbewerbsfähig bleiben, können Hessen und Deutschland ihre Innovationskraft und eine verlässliche Arzneimittelversorgung langfristig sichern.

„Die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder haben verstanden: Pharma und Chemie sind kein Nebenschauplatz, sondern das Fundament für Gesundheit, Wohlstand und technologische Souveränität. Wer neue Medikamente entwickeln will, braucht eine starke chemische Industrie. Wer Versorgungssicherheit will, muss Investitionen ermöglichen statt neue Belastungen aufzubauen. Hessen hat dafür den richtigen Impuls gesetzt. Jetzt muss die Bundesregierung liefern. Und zwar schnell, entschlossen und mit einem klaren Bekenntnis zum Industriestandort“, sagt Sula Lockl, Geschäftsführerin des VCI Hessen.

Der VCI Hessen bewertet die zentralen Punkte des Beschlusses wie folgt:

  1. Standort stärken: Eine wettbewerbsfähige Gestaltung der Preisbildungs-, Erstattungs- und regulatorischen Rahmenbedingungen ist elementare Voraussetzung für Innovation und Investitionen am Standort.
  2. EU-Pharmapaket praxistauglich umsetzen: Der Verzicht auf nationales Gold-Plating und der Ausbau resilienter europäischer Produktionsketten sind entscheidend, um Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit gleichermaßen zu stärken.
  3. Kommunalabwasserrichtlinie praktikabel umsetzen: Gewässerschutz und industrielle Produktion dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Es braucht eine verursachergerechte Finanzierung, praxisnahe Lösungen und ausreichend lange Übergangsfristen.
  4. Pharma- und Medizintechnikstrategie konsequent umsetzen: Schnellere Genehmigungen, schlankere Verfahren und innovationsfreundliche Preis- und Erstattungsregelungen sind notwendig, damit Forschung, Entwicklung und Produktion in Hessen und Deutschland bleiben.
  5. Dialog in konkrete Politik übersetzen: Der laufende Dialogprozess ist ein wichtiger Anfang. Entscheidend wird sein, dass daraus politische Maßnahmen entstehen, die Investitionen erleichtern und den Standort dauerhaft stärken.

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 Johanna Pöhland

Johanna Pöhland

Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit