Pharma in Hessen

Arzneimittelversorgung ist eine Frage der Resilienz: Politik und Pharmaindustrie im Dialog mit Innenminister Poseck

23. Oktober 2026 | Pressemitteilung

VCI Hessen und CDU Hessen luden zum Austausch über resiliente Gesundheitsversorgung ein.

Dr. Marc-Alexander Mahl (Fresenius), Sula Lockl (VCI Hessen), Prof. Dr. Roman Poseck (Hessischer Innenminister) und Max Schad (CDU Hessen) diskutierten über die Resilienz der hessischen Gesundheitswirtschaft. © VCI Hessen
Dr. Marc-Alexander Mahl (Fresenius), Sula Lockl (VCI Hessen), Prof. Dr. Roman Poseck (Hessischer Innenminister) und Max Schad (CDU Hessen) diskutierten über die Resilienz der hessischen Gesundheitswirtschaft. © VCI Hessen

Die vergangenen Krisen haben gezeigt, wie eng Versorgungssicherheit, funktionierende Lieferketten und ein leistungsfähiger Industriestandort miteinander verbunden sind. Eine verlässliche Arzneimittelversorgung ist keine Selbstverständlichkeit. VCI Hessen und CDU Hessen luden zum Austausch über resiliente Gesundheitsversorgung ein. Hessischer Innenminister Roman Poseck spricht bei Fresenius in Bad Homburg.

Hessen ist das Herz der deutschen Pharmaindustrie. Mit mehr als 25.000 Beschäftigten, einem Branchenumsatz von über 18 Milliarden Euro im Jahr 2025 und einem Anteil von knapp 30 Prozent am deutschen Pharmaumsatz ist Hessen der umsatzstärkste Pharmastandort Deutschlands. Jeder fünfte Pharmabeschäftigte in Deutschland arbeitet in Hessen. Die Branche gehört zu den wichtigsten Innovations- und Wachstumstreibern des Landes und investiert überdurchschnittlich in Forschung, Entwicklung und moderne Produktionskapazitäten.

Die vergangenen Jahre haben deutlich gemacht, dass eine verlässliche Arzneimittelversorgung nicht allein eine gesundheitspolitische Frage ist, sondern zunehmend eine Frage der wirtschaftlichen Resilienz und nationalen Sicherheit. Lieferengpässe, geopolitische Konflikte und internationale Abhängigkeiten haben gezeigt, wie wichtig leistungsfähige Produktionsstandorte in Deutschland und Europa sind.

Prof. Dr. Roman Poseck, Hessischer Minister des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz hielt einen politischen Impuls. „Eine sichere Versorgung mit Arzneimitteln ist Kern staatlicher Daseinsvorsorge und damit auch eine Frage der Sicherheit unseres Landes. Die veränderte Sicherheitslage und hybride Bedrohungen zeigen uns, dass im Ernstfall vor allem zählt, was bei uns produziert und vorgehalten werden kann. Deshalb muss die Arzneimittelproduktion als Kritische Infrastruktur noch stärker geschützt und Abhängigkeiten von einzelnen Drittstaaten gezielt verringernt werden. Hessen hat als stärkster Pharmastandort Deutschlands dafür beste Voraussetzungen. Resilienz entsteht nicht allein in Behörden und Krisenstäben, sondern im engen Schulterschluss von Staat und Wirtschaft. Unternehmen wie Fresenius leisten dazu einen unverzichtbaren Beitrag“, so Innenminister Roman Poseck.

„Arzneimittelversorgung entsteht nicht im Krisenfall, sondern durch starke Produktionsstandorte, innovative Unternehmen und verlässliche politische Rahmenbedingungen. Wer Versorgungssicherheit will, muss Forschung, Entwicklung und Herstellung von Arzneimitteln in Deutschland und Europa stärken. Hessen zeigt, dass industrielle Wertschöpfung, Innovation und Gesundheitsversorgung zusammengehören. Eine starke Pharmaindustrie ist ein zentraler Baustein gesellschaftlicher Resilienz“, sagt Sula Lockl, Geschäftsführerin des VCI Hessen.

Zum Auftakt der Veranstaltung begrüßte Dr. Marc-Alexander Mahl, President Pharma, Medical Nutrition and Sustainability bei Fresenius Kabi, die Gäste am Unternehmenssitz in Bad Homburg. „Gesundheitswirtschaft ist kritische Infrastruktur und zugleich ein wichtiger Wachstumsfaktor. Eine sichere und widerstandsfähige Gesundheitsversorgung ist gemeinsame Verantwortung von Politik und Industrie: Unternehmen investieren in Produktion, Innovation und verlässliche Versorgung, die Politik schafft dafür wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen. Als Gesundheitsversorger trägt Fresenius mit starken Standorten und europäischen Netzwerken konkret dazu bei, die Versorgungssicherheit und strategische Handlungsfähigkeit Deutschlands und Europas zu stärken,“ betont Mahl.

Die Teilnehmenden waren sich dabei einig, dass die Stärkung der Versorgungssicherheit nur mit wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen gelingen kann. Dazu gehören schnellere Genehmigungsverfahren, investitionsfreundliche Standortbedingungen, wettbewerbsfähige Energiepreise sowie eine innovationsfreundliche Gesundheits- und Industriepolitik. Ziel müsse es sein, Produktionskapazitäten für kritische Arzneimittel in Deutschland und Europa zu sichern und auszubauen, um Abhängigkeiten von Drittstaaten zu reduzieren und die Versorgung der Bevölkerung langfristig zu gewährleisten.

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 Johanna Pöhland

Johanna Pöhland

Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit