44. FORUM Kommunikation

Kommunikation in herausfordernden Zeiten

16. Juni 2026 | Bericht

Kommunikationsexpertinnen und -experten diskutierten über eine wirksame Kommunikation in Zeiten des Umbruchs.

Roland Boros (HessenChemie) und Johanna Pöhland (VCI Hessen) heißen die Teilnehmenden willkommen. © Chemieverbände Hessen / Ivgenia Möbus
Roland Boros (HessenChemie) und Johanna Pöhland (VCI Hessen) heißen die Teilnehmenden willkommen. © Chemieverbände Hessen / Ivgenia Möbus

Wirtschaftlicher Druck, geopolitische Spannungen und die rasante Entwicklung von Künstlicher Intelligenz verändern die Kommunikation spürbar. Beim 44. FORUM Kommunikation der Chemieverbände Hessen, das gemeinsam mit HessenChemie beim VCI Hessen in Frankfurt stattfand, ging es darum, wie Kommunikation in dieser Zeit Orientierung geben kann.

Kommunikation im Wandel

Die Vorträge machten deutlich, wie tiefgreifend sich das Umfeld verändert hat. Cornelius Patscha von Foresight Evonik öffnete den Blick für die Zukunft der Chemie- und Pharmabranche. Auf Grundlage der aktuellen VCI-Studie zeigte er unterschiedliche Zukunftsszenarien für Deutschland 2045 auf und zeigte, welche Rolle die Chemie-, Pharma- und Biotechnologie übernehmen kann.

Romina Gerhards und Ilona Indra von FTI Consulting lenkten den Blick auf die Gegenwart der KI-gestützten Kommunikation. Auch wenn die Mitarbeitenden in einem Unternehmen KI nicht nutzen, so beeinflusst Künstliche Intelligenz die Reputation von Unternehmen. Für Kommunikatorinnen und Kommunikatoren gilt, Inhalte strategisch zu platzieren, beispielsweise auf der Unternehmenswebsite oder über Social Media-Kanäle, sodass sie in KI-Systemen sichtbar und korrekt eingeordnet werden.

Einen konkreten Anwendungsfall aus der Praxis lieferte Yvonne Schneider von Clariant. Mit dem Avatar Clarita hat das Unternehmen Clariant eine neue Form interner Kommunikation etabliert und zugleich Identifikation schafft.

Jesko Giessen von der Merz Group setzte bewusst einen Kontrapunkt zur technologischen Perspektive. Er betonte, dass Vertrauen weiterhin aus glaubwürdiger, nachvollziehbarer Kommunikation entsteht. Gerade in einem Umfeld, das von Automatisierung geprägt ist, gewinnt Authentizität an Gewicht. Kommunikation muss Haltung zeigen und konsistent bleiben.

Philipp Schinz vom Verband der Chemischen Industrie griff schließlich die Frage nach Wirkung auf. Anhand der VCI-Kampagne „Schluss mit Schneckentempo“ zeigte er, wie Kommunikation über ungewöhnliche Wege Aufmerksamkeit erzeugen kann, wenn sie zugespitzt, mutig und anschlussfähig gestaltet ist.

Orientierung durch Austausch

Neben den Vorträgen war der Austausch zentraler Bestandteil des Forums. Die Diskussionen zeigten, dass viele Unternehmen vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Der Dialog half, Perspektiven zu schärfen und eigene Ansätze einzuordnen.

Unser Dank gilt den Referentinnen und Referenten sowie den Teilnehmenden aus den Mitgliedsunternehmen für die offenen Gespräche und die fundierten Impulse.

Kontakt

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

 Johanna Pöhland

Johanna Pöhland

Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit