Pharma NRW im Dialog mit der Landespolitik

In diesem Jahr fand der vierte Parlamentarische Abend „Pharma in NRW“ wieder in der Villa Horion statt. Mehr als 70 Gäste aus Politik, Ministerien, Behörden, Wissenschaft und Wirtschaft nutzten die Gelegenheit, zu Themen der Gesundheitspolitik in den Dialog zu kommen.

NRW Gesundheitsministerin Barbara Steffens
NRW Gesundheitsministerin Barbara Steffens

Eingeladen haben gemeinsam der vfa (Verband forschender Arzneimittelhersteller), BPI NRW (Bundesverband der pharmazeutischen Industrie NRW), VCI NRW (Verband der Chemischen Industrie NRW) und die Gewerkschaft IG BCE Nordrhein.

Eröffnet wurde der Parlamentarische Abend durch den Geschäftsführer des VCI NRW und BPI NRW, Hans-Jürgen Mittelstaedt. Er betonte, dass ein Arzneimittel erst im Zusammenspiel von Hersteller, Arzt, Apotheke und Handel einen optimalen Nutzen für die Patientinnen und Patienten erzielen kann und Gesundheitsversorgung als ganzheitliche Aufgabe auch ganzheitlicher Lösungen bedarf. Die Notwendigkeit ganzheitlicher Betrachtungen spiegelte sich auch im Impulsvortrag der NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens wieder. Auch sie machte deutlich, dass man sich das ganze System anschauen muss, mahnte aber auch an, dass es viele Effizienzlücken im System gäbe, die wir gemeinsam identifizieren müssen.

In der anschließenden Paneldiskussion bestand Einigkeit, dass NRW als ein wichtiger Standort der Pharmaindustrie in Deutschland von allen Akteuren im Gesundheitswesen weiter entwickelt werden muss. Dr. Dr. Richard Ammer, Geschäftsführer der MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co.KG, einem mittelständischen Pharmaunternehmen aus Iserlohn, forderte dabei auf, dass alle mehr mit einem „mittelständischen Blick“ an Dinge herangehen sollten. Das bedeutet, mehr auf langfristig ausgerichtete Entwicklungen zu schauen, als den kurzfristigen Vorteil zu suchen. Ministerin Steffens wünschte sich von den Unternehmen in NRW, dass diese noch stärker im Export aktiv werden sollten, da dort noch viele Potentiale liegen. Frau Dr. Iris Zemzoum, Vorsitzende der Geschäftsführung der Janssen-Cilag GmbH, machte in Ihren Beiträgen deutlich, dass auch große Unternehmen am Ende des Tages ihre Geschäftsentscheidungen unter ethischen und nicht nur rein monetären Gesichtspunkten treffen und man sich in diesem Punkt sehr nah an der mittelständischen Sichtweise befindet.

Alles in allem war der Abend mehr durch Konsens als durch Dissens geprägt, was eine gute Voraussetzung bietet, sich gemeinsam den anstehenden Herausforderungen zu stellen. In einem künftigen Dialog, wollen sich Ministerien, Verbände und Unternehmen gemeinsam der Aufgabe stellen, solche Effizienzlücken zu identifizieren und damit wichtige Impulse für das Gesundheitssystem - nicht nur für NRW - zu setzen. Der weitere Verlauf des Abends war geprägt durch rege Diskussionen mit dem Fazit - ein gelungener Abend zu Gast bei der Pharmaindustrie!


Der VCI NRW vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von etwa 500 in NRW ansässigen deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Die Branche setzte 2014 rund 50 Milliarden Euro um und beschäftigte etwa 100.000 Mitarbeiter. Sitz des VCI NRW ist Düsseldorf. Die Verbandspolitik wird von einem ehrenamtlichen Vorstand und der Geschäftsführung unter Mitarbeit einiger Fachausschüsse gestaltet.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dipl.-Päd. Uwe Wäckers

E-Mail: waeckers@nrw.vci.de