Fonds der Chemischen Industrie fördert Chemikerausbildung in Jülich

Mit 67.000 Euro unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) die Studierendenausbildung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf an ihrem Jülicher Standort. Uwe Wäckers vom Verband der Chemischen Industrie e. V. – Landesverband NRW – (VCI NRW), besichtigte heute das Institut für Bioorganische Chemie der HHU im Forschungszentrum Jülich und überreichte Prof. Dr. Jörg Pietruszka symbolisch den Scheck für die Beschaffung der Geräte.

v.l.: Uwe Wäckers (VCI NRW), Prof. Dr. Pietruszka (Universität Düsseldorf) © Copyright Forschungszentrum Juelich GmbH
v.l.: Uwe Wäckers (VCI NRW), Prof. Dr. Pietruszka (Universität Düsseldorf) © Copyright Forschungszentrum Juelich GmbH

„Mit dieser Sonderaktion will der Fonds dazu beitragen, dass die Qualität der Chemiestudiengänge in Deutschland weiter gestärkt wird. Über die Förderung sollen gezielt die Studierenden in der Lehre mit hochmodernen Geräten umzugehen lernen.“, so Uwe Wäckers. Für die Synthesepraktika wurden mit den FCI-Mitteln vier so genannte H-Cubes angeschafft. Hier lernen die Studierenden nicht nur frühzeitig eine der Schlüsselreaktionen für die akademische und industrielle Praxis kennen, sondern gleichzeitig auch Techniken zur schnellen Reaktionsoptimierung sowie zur anwendungsnahen, kontinuierlichen Reaktionsführung. Dabei steht der sichere und ökonomische Umgang mit den Ressourcen im Mittelpunkt.

Generell zeichnen sich die Studiengänge Chemie, Biochemie und Wirtschaftschemie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf durch einen hohen Praxisanteil aus. Dieser ist essentiell, auch damit alle Absolventen das sichere Arbeiten mit Gefahrstoffen verinnerlichen. „Das erfordert, dass die Studierenden frühzeitig in den Synthesepraktika aktuelle, apparative Methoden erlernen. Gerade für den Chemiestandort NRW muss die exzellente Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein besonderes Anliegen sein“, so Prof. Pietruszka, und weiter: „Der wachsenden Methodenvielfalt entsprechend, müssten die Praktikumszeiten entgegen dem gegenwärtigen Trend also wachsen. Demgegenüber stehen steigende Kosten für teure Beschaffungen von Geräten.“

Der FCI will diesem Engpass begegnen. Unter anderen stellt er für moderne Geräte in Praktika bis zu 100.000 Euro Fördermittel zur Verfügung. Die geförderten Hochschulen sind verpflichtet, selber weitere 20 Prozent der Mittel als Eigenanteil für die Investitionen beizusteuern.

Fonds der Chemischen Industrie (FCI)
Der FCI wurde 1950 gegründet als Förderwerk des Verbandes der Chemischen Industrie. Er stellt jährlich über 10 Millionen Euro für die Grundlagenforschung, den wissenschaftlichen Nachwuchs und den Chemieunterricht an Schulen zur Verfügung. Seit dem Jahr 2013 unterstützt der FCI mit jährlich mehr als einer Millionen Euro die Lehre in Chemiestudiengängen. Mit den Mitteln soll vor allem die experimentelle Ausstattung in den Praktika von Universitäten und Fachhochschulen modernisiert werden. Weitere Informationen: www.vci.de/fonds

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dipl.-Päd. Uwe Wäckers

E-Mail: waeckers@nrw.vci.de