Auf dem Weg zu einer nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Chemieindustrie in Europa:

Ergebnisse der trilateralen Studie zeigen, dass die Chemieindustrie dringend politische Maßnahmen benötigt.

13. Mai 2026 | Pressemitteilung

Die Trilateral Chemical Region (TCR) veröffentlichte die Ergebnisse der "3CVaCS – Trilateral Chemical Region – Value Chain Structures" am 13. Mai 2026 während eines Webtreffens, an dem Industrievertreter, Regierungen, die Europäische Kommission und Mitglieder der Critical Chemicals Alliance teilnahmen.

 © Frank Preuß/Evonik
© Frank Preuß/Evonik

Thomas Wessel, Vorsitzender des VCI NRW: „Die trilaterale Chemieregion aus den Niederlanden, Flandern und Nordrhein-Westfalen ist von strategischer Bedeutung für Europas Wirtschaft und Gesellschaft. Wenn wir ihre Stärke erhalten wollen, muss die Politik handeln. Die Studie zum trilateralen Chemie-Cluster bestätigt: Ohne deutlich verbesserte Rahmenbedingungen droht Europa industrielle Wertschöpfung, Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren, was vor allem auch NRW trifft. Bessere Rahmenbedingungen umfassen aus unserer Sicht insbesondere auch eine substanzielle Reform des EU-Emissionshandels, noch in diesem Jahr, und der konsequente Abbau von Bürokratie über die europäischen Omnibus-Verfahren.“

Die Studie analysiert den grenzüberschreitenden Chemie-Cluster, der sich über die Niederlande, Flandern und Nordrhein-Westfalen (NRW) erstreckt. Mit mehr als 1.300 Chemieunternehmen und 30–40 % der EU-Chemieproduktionskapazität ist die Region zentral für Europas industrielle Lieferketten. Seine Wettbewerbsfähigkeit wird jedoch zunehmend durch hohe Kosten, schwache Nachfrage und geopolitischen Druck herausgefordert.

Die Studie untersucht Wertschöpfungsketten, Handelsströme und Übergangswege für die chemische Industrie. Sie kommt zu dem Schluss, dass zwar kohlenstoffarme Produktionsrouten zwar technisch machbar sind, aber derzeit aufgrund unzureichender Infrastruktur, hoher Kosten und eines unzureichenden politischen Rahmens keine tragfähigen Geschäftsmodelle haben.

Die Studie wurde von DECHEMA e.V., VITO/EnergyVille und TNO durchgeführt und von den Wirtschaftsministerien von Flandern, den Niederlanden und NRW sowie von den Branchenverbänden essenscia, VNCI und VCI NRW unterstützt.


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 Jan-Peter Hinterlang

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