Der Chemie-Mittelstand und TTIP

„Warum wir TTIP unterstützen" - Statements aus mittelständischen Chemieunternehmen

So vielfältig wie die Produkte, die der Chemie-Mittelstand in Deutschland herstellt und für die unterschiedlichsten Anwendungen und Kunden optimiert, so vielfältig sind auch die Gründe, weswegen mittelständische Chemieunternehmen das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA unterstützen. Unsere Beispiele illustrieren das.

Reinhold von Eben-Worlée, geschäftsführender Gesellschafter, Worlée-Chemie GmbH
Reinhold von Eben-Worlée, geschäftsführender Gesellschafter, Worlée-Chemie GmbH
„TTIP erhält unsere Konkurrenzfähigkeit!
Durch den leichten Zugriff auf innovative Energiequellen wird das Produktionsvolumen preisgünstiger amerikanischer Grundchemikalien stark zunehmen. Unsere meist mittelständisch geprägte weiterverarbeitende Industrie braucht den barrierefreien Zugang zu günstigen Primärrohstoffen, damit unsere umweltfreundlichen Produktinnovationen auch in Amerika eine Chance bekommen.“
Sabine Herold, geschäftsführende Gesellschafterin, DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaA
Sabine Herold, geschäftsführende Gesellschafterin, DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaA
„Ich bin für TTIP, weil unser Unternehmen seine Präsenz in den USA ausbauen will.
Weniger Zugangsbarrieren wie Zölle und Bürokratie bedeuten, dass wir als mittelständisches Unternehmen einfacher in den USA investieren und unsere Produkte verkaufen können. Um weiterhin jedes Jahr neue Mitarbeiter einstellen zu können, brauchen wir neue Absatzmärkte für unsere Spezialklebstoffe. Da wir vor allem in High-Tech-Branchen wie beispielsweise Kommunikationselektronik aktiv sind, sind die USA ein attraktiver Markt.“
Henrik Follman, geschäftsführender Gesellschafter, Follmann Chemie GmbH
Henrik Follman, geschäftsführender Gesellschafter, Follmann Chemie GmbH
„Die USA sind bereits ein wichtiger Handelspartner für den deutschen Chemie-Mittelstand.
Wenn die beiden großen Wirtschaftsräume enger zusammenrücken, ergeben sich für uns neue Geschäftschancen. Durch leichteren Marktzugang und günstigere Vorprodukte verbessert sich unsere Wettbewerbsposition in den USA. Davon profitieren gerade mittelständische Unternehmen und es eröffnen sich völlig neue Marktchancen. Großer Markt, große Chancen, daher bin ich für TTIP.“
Jürgen Lohmann, geschäftsführender Gesellschafter, Dr. Paul Lohmann GmbH KG
Jürgen Lohmann, geschäftsführender Gesellschafter, Dr. Paul Lohmann GmbH KG
„Ich bin für die Umsetzung von TTIP, weil wir unsere bereits bestehenden Handelsbeziehungen zum nordamerikanischen Markt deutlich ausbauen wollen.
Dafür benötigen wir dringend Handelserleichterungen, den Abbau von Zöllen und die gegenseitige Anerkennung von Standards.Gerade in unserem Tätigkeitsfeld, der Herstellung von Mineralstoffen für die Verarbeitung in Lebensmitteln und pharmazeutischen Produkten, warten wir schon lange auf die Harmonisierung europäischer und amerikanischer Regelwerke.“
Franz-Josef Konert, CEO, GELITA AG
Franz-Josef Konert, CEO, GELITA AG
„Die USA sind ein wichtiger Absatzmarkt für unsere Produkte.
Unsere Produkte werden in den Bereichen Pharma, Gesundheit und Lebensmittel eingesetzt. Gerade in diesen Bereichen stellen die USA einen wesentlichen globalen Wirtschaftsfaktor dar. Eine Reduktion der Zölle sowie der doppelten Aufwendungen beispielsweise für Registrierungen und Dokumentationen würde unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken und den Austausch von Produkten deutlich vereinfachen.“
Heinz Meierkord, geschäftsführender Gesellschafter, ADVANSA GmbH
Heinz Meierkord, geschäftsführender Gesellschafter, ADVANSA GmbH
„Unser Unternehmen ist aus Teilen des Chemiefaserbereichs eines US-Unternehmens entstanden. Daher haben wir vielfältige Geschäfte und Beziehungen im US-Markt.
Ein Freihandelsabkommen zwischen EU und USA ist somit für uns eine große Chance, unser jetzt mittelständisches Unternehmen erfolgreich weiterzuentwickeln.“
Andreas Peter, geschäftsführender Gesellschafter, Peter-Lacke GmbH
Andreas Peter, geschäftsführender Gesellschafter, Peter-Lacke GmbH
„Wir brauchen den Wettbewerb mit der chemischen Industrie in den USA nicht zu fürchten.
Als expandierendes Unternehmen ist die USA ein wichtiger strategischer Standpunkt für Peter-Lacke. Um hier erfolgreich zu sein, ist es gerade für mittelständische Unternehmen wichtig, dass ein unbürokratisches und transparentes Abkommen existiert.“
Holger Freyaldenhoven, Geschäftsführer, KEMPER SYSTEM GmbH & Co. KG
Holger Freyaldenhoven, Geschäftsführer, KEMPER SYSTEM GmbH & Co. KG
„Bauprodukte sind neben Pharmaprodukten eine der meistüberwachten Produktgruppen auf beiden Seiten des Atlantiks.
Die Anerkennung von Standards und Messverfahren bietet für mittelständische Unternehmen der bauchemischen Industrie große Chancen, den teilweise durchgeführten hohen Doppelaufwand zu reduzieren, und trägt zu einer besseren Kostenstruktur bei. Die USA ist bereits unser wichtigster Exportmarkt, auch im Vergleich zu unseren anderen europäischen Märkten. Der Wegfall von Zöllen macht deutsche Produkte aber wirtschaftlich noch attraktiver und reduziert die Notwendigkeit, Produktionskapazitäten in den USA auszubauen. Produkte „Made in Germany“ werden für eine größere Kundengruppe attraktiver und die „time to market“ könnte deutlich reduziert werden. Exporte können bei reduziertem Verwaltungsaufwand schneller abgewickelt werden.“

Jürg Vogelsang, Geschäftsführer, MOTIP DUPLI GmbH
Jürg Vogelsang, Geschäftsführer, MOTIP DUPLI GmbH
„Das TTIP-Abkommen wird die Basis für einen Ausbau unserer Geschäftserfolge in den USA wesentlich verbessern.
Insbesondere die regulatorische Kooperation mit der gegenseitigen Anerkennung der Produktkennzeichnungen, technischer Prüfungen, Zertifikaten und Freigaben wird den Markteintritt in neue, attraktive Marktsegmente in den USA wesentlich vereinfachen und die Markteintrittskosten deutlich senken. Die Wettbewerbsposition für unsere qualitativ hochwertigen Produkte wird gestärkt. Deshalb sind wir für TTIP.“
Alexander Würfel, Sprecher der Geschäftsführung, AbbVie Deutschland GmbH & Co.KG
Alexander Würfel, Sprecher der Geschäftsführung, AbbVie Deutschland GmbH & Co.KG
„Der Wegfall von Zöllen und der Abbau von Bürokratie wären eine echte Erleichterung für die Arzneimittelversorgung.
Von unserem Forschungs- und Produktionsstandort in Ludwigshafen aus beliefern wir den Weltmarkt mit innovativen Arzneimitteln. Als amerikanisches Unternehmen mit Forschungs- und Produktionsstandort in Deutschland wissen wir genau, welche Vorteile eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Kontinenten bringt.“

Hier geht es zum Memorandum mittelständischer Chemie-Unternehmen für TTIP.

Hinweis:
Eine komprimierte Übersicht dieser Statements zum Ausdrucken finden Sie im Downloadbereich im Kopf dieser Seite ("Langfassung").

Mehr zum Thema
"Wir sind für TTIP" - Anzeige der Initiative mittelständischer Unternehmen im VCI in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom 2. Juli 2015

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Martin Stuhl

E-Mail: stuhl@vci.de

Norbert Theihs

E-Mail: theihs@berlin.vci.de