Blog-Beitrag von VCI-TTIP-Experte Professor Reinhard Quick

TTIP weder „tot“ noch „light“ - Aber reicht die Zeit?

Der Leiter des VCI-Europabüros, Prof. Reinhard Quick, nimmt im Blog “Wirtschaftliche Freiheit“ Stellung zum aktuellen Stand der TTIP-Verhandlungen. Er betont, dass jetzt ein aktives Einmischen der Staats- und Regierungschefs nötig sei, um zeitnah eine politische Einigung erzielen zu können.

VCI-TTIP-Experte Reinhard Quick: „Die Europäische Kommission ist in der Lage, mit den USA auf Augenhöhe zu verhandeln und kann europäische Interessen erfolgreich durchsetzen. Hierzu braucht sie aber Unterstützung gerade aus der Mitte der Gesellschaft." © VCI / René Spalek
VCI-TTIP-Experte Reinhard Quick: „Die Europäische Kommission ist in der Lage, mit den USA auf Augenhöhe zu verhandeln und kann europäische Interessen erfolgreich durchsetzen. Hierzu braucht sie aber Unterstützung gerade aus der Mitte der Gesellschaft." © VCI / René Spalek

Quick macht in seinem Beitrag in dem „ordnungspolitischen Blog“ mehrerer Volkswirtschafts-Professoren (Initiator: Prof. Norbert Berthold, Uni Würzburg) deutlich, dass Europa eine an seinen Werten orientierte Handelspolitik international nur mit einem starken Partner wie den USA durchsetzen kann. TTIP ist dafür ein wichtiger Baustein.

Um die für einen zeitnahen Abschluss notwendige politische Einigung bis Ende des Jahres zu erzielen (Ende der Amtszeit von US-Präsident Obama), sei jetzt ein starker politischer Wille gefordert. Die Staats- und Regierungschefs müssten sich jetzt aktiv in den Verhandlungsprozess einmischen, so Quick. Nur wenn sie Kompromisse aktiv einfordern, sind die Unterhändler in der Lage, die notwendigen Zugeständnisse zu machen.

Keine Lösung sieht Quick in einem „TTIP light“, in dem die Streitigkeiten ausgeklammert werden: „Eine Vielzahl von Kompromissen ist notwendig, damit jede Seite im Ratifizierungsprozess darlegen kann, dass das Ergebnis der Verhandlungen trotz Zugeständnissen insgesamt positiv ist.“ Je geringer der Verhandlungsumfang, desto wahrscheinlicher sei ein Scheitern.

Quick weist in seinem Beitrag auch darauf hin, dass Schutzstandards durch TTIP nicht zur Disposition stünden. Das habe die Kommission unmissverständlich deutlich gemacht.

Hier geht es zum Blog-Beitrag von Professor Dr. Reinhard Quick.

Der Blog "Wirtschaftliche Freiheit - Das ordnungspolitische Journal" wird betrieben vom Verein "Freunde der Ordnungsökonomik e.V.". Erster Vorsitzender ist Professor Dr. Norbert Berthold, Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik, an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Ziel des Vereins ist es, die Ordnungspolitik in Deutschland zu fördern. Der Blog soll Ergebnisse ökonomischer Forschung in die Öffentlichkeit vermitteln

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Reinhard Quick

E-Mail: quick@bruessel.vci.de