Standpunkt von VCI-Vizepräsident Karl-Ludwig Kley im Tagesspiegel

Ja zu TTIP!

Für VCI-Vizepräsident Karl-Ludwig Kley ist das Freihandelsabkommen mit den USA ein besonders effektiver Weg, um für Wachstum und Wohlstand in Europa zu sorgen. Niedrigere Standards helfen dabei niemandem; vielmehr müssen Europa und die USA gemeinsam hohe Maßstäbe für die Zukunft des Welthandels verankern, bevor andere es tun.

Dr. Karl-Ludwig Kley, VCI-Vizepräsident und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Merck KGaA - Foto: © Merck KGaA Darmstadt Deutschland
Dr. Karl-Ludwig Kley, VCI-Vizepräsident und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Merck KGaA - Foto: © Merck KGaA Darmstadt Deutschland

Grenzüberschreitender Handel und der Austausch von Ideen sind der Nährboden für Wachstum und Wohlstand in Europa. TTIP bietet uns nun die einmalige Gelegenheit, diese positiven Kräfte auch über den Atlantik wirken zu lassen. Zwar wirbt derzeit die Wirtschaft für dieses Abkommen, doch werden besonders die Bürger davon profitieren, in Form sinkender Preise und einer größeren Vielfalt an Produkten.

Von einer Aufweichung unserer europäischen Standards hat dagegen niemand etwas, schon gar nicht die deutschen Unternehmen. Für die chemische Industrie ist klar: An der Chemikaliensicherheit wird nicht gerüttelt – die hohen Standards der europäischen Chemikaliengesetzgebung REACH werden bleiben.

Im Gegenteil: Mit TTIP können wir unseren Standards mehr Gewicht verleihen. Aufstrebende Wirtschaftsnationen wie China gewinnen an Einfluss und exportieren dabei auch ihre eigenen Regeln. Mit TTIP können nun Europa und die USA – noch die zwei größten Wirtschaftsmächte der Welt – Maßstäbe für Umwelt-, Arbeits- oder Verbraucherschutz festsetzen. Ein Drittel des globalen Handels unterläge dann einheitlichen Regeln und würde einen Anreiz für den Rest der Welt bieten, nachzuziehen. Wir können mit TTIP also die Spielregeln für die Zukunft des weltweiten Handels verankern, bevor es andere tun.

Noch wird TTIP kontrovers diskutiert. Das ist gut so, denn ein Ringen um die besten Lösungen ist Teil unserer gelebten Demokratie. Und genau wie viele Bürger befürwortet die chemische Industrie mehr Transparenz in den Verhandlungen. Allerdings darf sich am Ende nicht einfach die lauteste Meinung durchsetzen, sondern die, die für Europa nachhaltigen Wohlstand und höhere Lebensqualität bedeutet.

Dr. Karl-Ludwig Kley, Vizepräsident des Verbandes der Chemischen Industrie e.V. (VCI) und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Merck KGaA

Für einen sachlichen Dialog zu TTIP stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Kontakt: kley@vci.de

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